nie versiegt mein fass

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gedicht

was­ser­stoff­per­oxid
die erin­ne­rung dar­an ruht
in mei­nen flim­mer­här­chen, gera­de geweckt
las­sen sie mich
glau­ben, ich färb­te mir die haa­re
— wie einst -
blau; wie das mee­res­rau­schen
vage, unauf­halt­sam pene­trant.

ich will nicht
dran den­ken, will nicht
den som­mer rie­chen, will nicht
dein lächeln schme­cken, will nicht
die stran­di­gen stei­ne hören,
will nicht.

hin­ter der win­ter­fros­ti­gen klin­ke lau­ert
das fin de siè­cle,
ros­ti­ge, auf­ge­kratz­te, auf die­sen ort gewar­tet haben­de
see­len vol­ler sin­nes­flut.

mein zimt­e­nes blut
gerät in wal­lung, mei­ne nase ver­stopft;
nie ver­siegt
mein fass voll schwar­zer inspi­ra­ti­on,
ich zücke mei­ne feder.

(im hin­ter­grund: car­la bruni – quelqu‘un m‘a dit [erin­ne­run­gen kom­men hoch, lei­der wenig pro­duk­tiv])

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