Monate: August 2011

[26] 2330 — Bahnhofsuhr

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gesagt

Nun sit­zen wir auf gepack­ten Kis­ten und Taschen und Kof­fern, bli­cken, was in so ein kur­zes Leben pass­te, und war­ten auf das Mor­gen. Alles ist getan, was getan wer­den konn­te aus unse­rer Kraft — die paar Jacken und Decken kann mor­gen auch noch jemand packen — alles ist ver­packt wie wir es für sin­nig erach­ten, kei­ne Kis­te einem Zim­mer zuge­ord­net, kein Kar­ton nur vol­ler Sachen für nur einen Raum, was soll uns das noch brin­gen. […]

[25] 0826 — Wach. Koma

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gedicht

Pin­gui­ne, auf dem Weg zur Arbeit tra­gen sie ihr von Mut­tern geschmier­tes Pau­sen­brot wie eine umge­dreh­te Schild­krö­te vor sich her. Tref­fen sie auf die grob­schläch­ti­gen Neon­fla­min­gos, schaut kei­ner den ande­ren, grüßt kei­ner den ande­ren, tut jeder sei­ne Tat. Die Welt ist nichts als ein gro­ßer Zoo voll Thea­ter.

[22] 2331 — Pogutken

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gedacht

Es ist mal wie­der zu spät, sowohl, was den Blick auf die Uhr betrifft als auch den in den Kalen­der. Und so sit­ze ich hier nach einem viel zu lan­gen Tag mal wie­der, atme gera­de den Staub von andert­halb Jah­ren in die­sem Zim­mer und den von zwei­hun­dert­fünf­zig Jah­ren gut doku­men­tier­tem Stamm­baum — was man nicht alles wie­der­fin­det — aus, und bin dabei mein Leben wie schon eini­ge Male zuvor, und wie stets in Situa­tio­nen, in […]