Monate: Dezember 2010

1057 — Auf kufigen Pfaden

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gedicht

knir­sche ich lich­tern­den Wogen auf pulv’rig wei­ßem Grund ent­ge­gen, pilg’re zu kli­cken­den Lau­ten auf Trol­len voll ecki­gen Augen. Ein Déjàvu durch­fährt mein Erin­nern, Posi­tiv und Nega­tiv sit­zen der Vet­tel zum Tee. Mir schaudert’s, ich mis­se ihn, den ein­sa­men Freund. Der hirsch­ge­krön­te Feu­er­vo­gel, vom Nacht­mahr gejagt, hetzt er über Ske­let­te von Stahl. Nur bun­te Wagen sehe ich von die­ser blu­ti­gen Jagd. Die Kin­der, sie soll­ten schla­fen zu die­ser Zeit. Wort­kot­ze, den­ke ich mir und eile fort […]

1346 — aussichtig sitzend

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gedicht

lege ich im Strom der Din­ge an, die um mich wei­ter gen But­ter­mon­dens Län­dern zie­hen. Frau Sehn­sucht, alte, erns­te Vet­tel, beäugt die Men­schen­bo­jen, die ver­har­ren, par­liert mit wel­schem Käse­ku­chen über ihrem bitt’ren Man­del­tee. Ein Fun­ke ist’s, der ihren Bli­cken folgt an einem Band von Schwer­kraft fort­ge­zo­gen, voll Kaf­fee­duft schäu­men die Wogen bis Feu­er­vo­gels Kin­der sie zer­wa­ten. Ein hei­ßes Glü­hen naht mein Herz …

1742 — Nachtmahrszeit, das große Fressen

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gedicht

beginnt mit Kopf­ki­no­ka­ko­pho­nie. Ihnen aus­ge­lie­fert, schier ange­ket­tet, wet­ze ich die Mes­ser, ser­vie­re mich selbst, Haschee für Höl­len­hun­de, mei­ne gelieb­ten Aktä­ons­söh­ne, der hirsch­ge­krön­te Feu­er­vo­gel bin womög­lich ich. Wie lang mein Feu­er wohl noch brennt, wenn aus­ge­saugt und abge­ma­gert nur noch Kno­chen kün­den, was der­einst in Win­ters­nacht geschah, als But­ter­mond sei­ne Hän­de hin­ter eisi­gen Trau­mes­flo­cken ver­barg? Zu gut schmeckt das ver­pön­te Fleisch, als dass ich mir selbst wider­ste­hen könn­te. So sei es denn besie­gelt! Wir sehen schon […]

1719 — Lichtermeer,

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gedicht

Amei­sen­ko­lo­nie gleich lachst du mich an, käl­ter als man sieht. Ein Holz­scheit, kra­chend, bringt mein Blut zum Kochen, für einen Moment blie­be ich, bevor ich mich durch nie­der­rhei­nisch win­ter­wal­di­ge Nacht zu mei­nem Kamin beweg­te. Sie ängs­tigt mich nicht mit ihrer See­len­stil­le, der Nacht­mahr tanzt im Schei­tes­feu­er, und doch, ich bren­ne für alles, was glüht. Kein Ofen kann neue Flam­men löschen, Frau Sehn­sucht, ach, war­um nur braucht es mehr als eins zum Feu­er? Ich schwei­fe …

strange things happened to Polly Pocket

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gedacht

Eines soll­ten wir der­einst betrach­ten: einen Bus vol­ler Fahr­gäs­te, die geschlos­sen schwei­gen, als hät­ten sie sich mit­ein­an­der gegen­ein­an­der ver­schwo­ren und wer zuerst sprä­che, wäre letzt­lich ver­ant­wort­lich für das Mas­sa­ker, wel­ches die ande­ren infol­ge­des­sen anein­an­der begän­gen. Mit­ten­drin: ein­zi­ger, stum­mer, über­se­he­ner Beob­ach­ter, der es nur die­sem Umstand ver­dankt, ver­dan­ken wird, dass er fort­an von die­sem Grau­en kün­den muss. … inde­ed stran­ge things hap­pen­ed to Pol­ly Pocket an her syphil­lic youn­ger bro­ther …