Monate: September 2008

neonmonde

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gedicht

neon­mon­de hän­gen an der wand, fla­ckern und ver­ge­hen, einer nach dem andern, nur die kof­fersta­sis­sta­ti­on blickt mich aus ihren ein­zel­nen roten und grü­nen augen gif­tig an. drau­ßen, glüh­würm­chen, an later­nen­mas­ten auf­ge­knüpft, ster­ben einen ein­sa­men tod. das grab in den lüf­ten — eine unzu­läs­si­ge his­to­ri­sche ver­qui­ckung - hüllt sich in kal­ten, schwar­zen samt, war­tet, dass die zeit kommt. die zeit wird kom­men, sagen sie, die zeit ist, doch nicht hier, sagen sie. nein, ent­geg­nest du, wer […]

schwindmondnacht, so rostig

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gedicht

schwind­mond­nacht, so ros­tig mei­ne sichel, mag die erin­ne­run­gen nicht mehr schnei­den für mei­nen trank des geden­kens, lässt mich end­los irren von seuf­zer­klee und kum­mer­gras ent­lang der kal­ten mau­er. mein ein­zig pfad, ich bin umringt, erinn’rung türmt sich auf, ich kann sie nicht mehr trin­ken, mau­ert mich ein in mei­nem turm ohn’ tor, ohn’ spros­sen. ein turm ohn’ dach, es reg­net begeh­ren, ich hör der vet­tel wahn­wil­den tanz und ertrin­ke im wunsch nach schlaf. (damit nach […]

ist der schriftsteller wirklich ein gott?

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gesagt

wir saßen in stras­bourg und der abend zog sich ein wenig … wir saßen an der gare de stras­bourg und war­te­ten auf den zug, schrie­ben frau vera eine sms, die unse­re aku­te lan­ge­wei­le bekun­de­te und um eine schreib­auf­ga­be bat. die reak­ti­on war fol­gen­de: Ist der Schrift­stel­ler wirk­lich ein Gott? Denn Gott erschafft aus dem Nichts, aber der Schrift­stel­ler ist stets vor­ge­prägt, formt nur die ihm bekann­te Rea­li­tät um. und wir saßen da und began­nen mit […]

buttermond im wolkenmeer,

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gedicht

frau sehn­sucht weint glä­ser­ne trä­nen, sie sitzt im glas­wachs­haus bei frem­dem kaf­fee und hei­mi­schen kek­sen. frau sehn­suchts trä­nen ein hei­ßer regen fällt vom him­mel, ein wol­ken­bruch über mir im glas­wachs­haus, es schwin­det, ihr kaf­fee dampft und blub­bert im geden­ken, raucht und ver­brennt nur beim gedan­ken frau sehn­sucht weint den kaf­fee nass, ich will und muss ihn trin­ken. mich dürs­tet … © dog­MA, 280808. notiz­buch­ein­trag vom donnsch­tig der euro­pa­rei­se, irgend­wo kurz hin­ter amstet­ten und vor dem […]