Monate: August 2008

ein grab in den lüften, ganz dekadent

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gedicht

mit paul celan set­ze ich mich in den sil­ber­nen wurm, der sich durch die land­schaft schlän­gelt, las­se mir von ihm die wör­ter auf­schüt­ten und hof­fe, dass ich nicht ent­glei­se. ich berei­se die ort gewor­de­ne todes­fu­ge, ganz deka­dent umrahmt vom café mit scho­ko­la­den­no­te krüm­me ich mich schlaf­los bei dem nacht­mahr, star­re die müden kra­ken­bei­ne an, schlei­fe an der welt vor­bei. hier­mit kün­di­ge ich mei­ne her­an­na­hen­de rei­se nach oświe­cim in der nächs­ten woche an. todes­wün­sche und ande­re […]

nachtdurst

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gedicht

sie grinst mich voll­mon­den an, mei­ne tas­se, mais­wei­zen­gelb, war­tet dar­auf, dass ich sie abfül­le, auf­fül­le und wie­der lee­re. nur war­um muss aus­ge­rech­net jetzt kein kaf­fee mehr da sein? mein bewusst­sein rennt wie die maus im rad.

einschlafen

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gedacht

sag mir, wie ist es ein­zu­schla­fen? - es ist, weißt du, wie die kon­trol­le zu ver­lie­ren, du kannst dei­nen blick nicht mehr fokus­sie­ren, du hörst din­ge, die offen­sicht­lich nicht statt­ge­fun­den haben, du fühlst dich wack­lig-wabernd, wenn du gehst und dei­ne haut ist kalt, so kalt, so brrrrrrr wenn du ein­schläfst, wird alle ver­gan­gen­heit, gegen­wart, zukunft jetzt. und die­ser irre ver­wir­ren­de kon­troll­ver­lust macht dich ungleich müder.

MORDFANTASIEN_perfekt

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gesagt

nach gum­mi­jah­ren mei­nes lebens, unse­res lebens, habe ich end­lich einen schluss­strich gezo­gen; mit mei­nem flei­scher­mes­ser, ein­zig damit gelang es. ich wasche mei­ne schmut­zi­ge wäsche, uns’re schmutz’ge wäsche, in der spül­ma­schi­ne neben den blu­ti­gen mes­sern, die dei­ne her­zen ver­ge­bens durch­bohr­ten. ich lege mich in unser bett, lege mich neben dich, betrach­te dich, wie schön du bist, wie per­fekt, zu per­fekt für mich und lege dann dei­nen kopf auf den nacht­tisch wäh­rend dein aus­dau­ern­der kör­per neben mir […]