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In aller Kürze: Logos für *.txt

Logoübersicht_txt

Was sahen meine trü­ben Augen, als Domi­nik das Pro­jekt *.txt vor­stellte – einen Ruf nach einem Logo? Ich konnte nicht wider­ste­hen. Nach einem ers­ten Ent­wurf machte ich mich schließ­lich nach nun­mehr drei Wochen High Life noch ein­mal an den Fein­schliff, zau­berte ein paar Far­ben aus dem Hut und berei­tete das alles dann noch in unter­schied­li­chen Grö­ßen auf.

Ich hoffe, dass für jede_n von euch etwas dabei ist. Ladet euch ein­fach die ZIP-Datei her­un­ter und sucht euch den Ord­ner mit der Farb­num­mer her­aus. Darin fin­det ihr das Logo in meh­re­ren Grö­ßen. Ihr könnt es dann bei euch hoch­la­den und frei in einem nicht­kom­mer­zi­el­len Rah­men ver­wen­den (Wer­bung im Blog zähle ich dabei als nichtkommerziell).

Hier ist die Datei: klick (1,2 MB).

1.txt | Gratwanderung

Vor­wort: Dies ist der erste Teil eines grö­ße­ren Pro­jekts. Ich möchte im Rah­men von *.txt an die­sem Anfang immer wei­ter schrei­ben. Eine Idee habe ich im Kopf, aber wohin *.txt mich beglei­ten wird, das weiß ich nicht. Ich bin gespannt.

Logo _txt_6_max

… und schau mich nicht so an!“, schreist du mir noch nach und es ist das Letzte, was ich von dir höre, von dir jemals gehört haben werde, und mir ist es klar just in dem Moment, da du es aus­ge­spro­chen hast, aus­ge­würgt, her­aus­ge­brüllt.
Da ist kein Schmerz, den ich emp­finde; du stehst auf der einen und ich auf der ande­ren Seite der Tür, und wäh­rend du dich fort­zu­be­we­gen scheinst, stehst du doch starr, nur Trä­nen rin­nen über deine Wan­gen, bin ich es, des­sen Weg fort führt von dir, bin ich es, der im Zug steht, an der Tür, die uns soeben für immer trennte, unfä­hig mich zu rüh­ren und in mir ist alles taub, nein, dröhnt vor Stille nur. Ich will so vie­les sein, vor allem jetzt nicht hier, und bin es doch. Der Bahn­hof wischt durch mei­nen Blick, die Bänke, Tafeln und Pla­kate, und mir ist es so, als weinte ich auch, doch wenn ich mein Gesicht berührte, dann wäre da wohl nichts, denn wei­nen kann ich nicht. Erst als die Stadt vor mei­nen Augen ver­schwimmt kann ich meine Füße vom Grund rei­ßen und schlurfe durch den Gang, bis ans Ende des Zuges, bis ans Ende der Stadt.
Vier Plätze sind es, auf denen ich mich nie­der­lasse, zwei grün gepols­terte Bänke, wohl die letz­ten ihrer Art, sich gegen­über ste­hend; ich sitze links, am Fens­ter, mein gro­ßer, schwar­zer Ruck­sack sitzt neben mir. Ihm gegen­über liegt mein Man­tel, aus­ge­brei­tet, und dane­ben lie­gen meine Füße. – Ja, die Schuhe habe ich aus­ge­zo­gen, denn die gehö­ren, das finde ich, nicht auf den Sitz.
Ob du noch immer auf dem Bahn­steig stehst und mir hin­ter­her schaust, wie du es frü­her immer getan hast? Oder hast du es genauso wenig aus­ge­hal­ten und bist, kaum dass ich weg war, vom Gleis geflo­hen? Hast du dir die Trä­nen abge­putzt oder waren sie dir egal? Geh mir end­lich aus dem Sinn!

Ey, gehts noch?!“
Die Scheibe klirrt und meine Hand schmerzt. Der Zusam­men­hang ist zu offen­sicht­lich. So nach­hal­tig die pochende Hitze in mei­ner Hand sich erwei­sen sollte, so effek­tiv war sie im Rück­blick aber auch: Aus mei­nen Gedan­ken warst du vor­erst ver­schwun­den. Ich hatte das ganze Wochen­ende für dich vor mir. Ob ich wollte oder nicht.

Wei­tere Bei­träge fin­det ihr bei Domi­nik.

Wach, Nachtigall, wach auf!

Lange genug war hier nichts los. Fast zwei Jahre lag die­ses Blog brach. Und warum? Weil mein Leben viel­leicht, mein Schrei­ben aber nicht lite­ra­risch genug war. Dabei habe ich durch­aus etwas geschrie­ben. Aber es brauchte mich ein wenig Zeit, um zu erken­nen, dass das, was ich schrieb, es auch wert war, das Licht der Welt zu erbli­cken.
Darum will ich fortan hier wie­der ein wenig mehr schrei­ben. Den Anfang macht ein Schreib­pro­jekt vom sehr von mir geschätz­ten Domi­nik Leit­ner: *.txt
Was danach kommt? Wer weiß …

Limericks, nichts als Limericks

Isa­bel ist schuld, Isa­bel Bog­dan, zum Glück.
Sie hatte die groß­ar­tige Idee, ein Heim für Lime­ricks anzu­bie­ten, doch sie wusste wohl selbst nicht, als sie selbst einen Lime­rick schrieb, dass sie dar­auf so eine Reso­nanz bekom­men sollte.

Ich gestehe, ich habe mich selbst daran betei­ligt, mit drei Wer­ken. Et voilà.

Lime­rick eins: Herne

(ein schlecht ger­um­pel­ter Anfang, aber immerhin)

Ein Lüst­ling aus Herne
der wollte so gerne
ein Mäd­chen ver­füh­ren,
doch die ließ in spü­ren
die Tiefe der nächste Zisterne.

Lime­rick zwei: Neukirchen-Vluyn

Ein Mann aus Neukirchen-Vluyn,
der wollt’ sei­ner Gat­tin Rosen seh’n blüh’n.
Er trieb es auf Rasen,
hieß ihren Gärt­ner zu bla­sen,
doch ver­geb­lich war das ganze Bemüh’n.

Lime­rick drei: Hettenleidelheim*

*gemo­gel­ter­weise; ein Hoch auf meine beschei­de­nen Mundartfähigkeiten

Mei Godi, ’s Frauke vun Hett­rum,
wo Schwänz’ griff wie’s Reck: nur mit Tal­kum,
– sei Maa wor fott,
fer ees hieß es fast „Mord!“;
mer saaht, ’s wär gween ihre Rettung.

Im Nach­gang

Am Rande ent­stan­den dann noch ein paar kleine Werke, sehr meta sozusagen.

Ein Jahr #swsswjnt, und nun?

Solange wir schrei­ben, sind wir ja nicht tot.“

Das sagt sich leicht, aber wer zwi­schen Juni und Okto­ber bei #swss­wjnt vor­bei­schaute, musste davon aus­ge­hen, dass uns kol­lek­tiv das Zeit­li­che geseg­net hatte. Dem ist zum Glück nicht so!
Fakt ist aber, dass es nicht ein­fach war. Darum will ich ein Jahr #swss­wjnt mal in aller Kürze für mich resümieren.

Im Gro­ßen und Gan­zen war #swss­wjnt ein ordent­li­cher Spaß, Bolle hat sich präch­tig amü­siert. Die The­men gaben eini­ges her und ich hatte zumin­dest anfangs die Zeit, etwas zu schrei­ben. Danach ging dann meine Selbst­or­ga­ni­sa­tion der­ma­ßen den Bach run­ter, dass ein­fach nichts mehr pas­sierte. Trotz ungüns­ti­ger Vor­le­sungs­zei­ten, die mich doch sehr schlauch­ten, schaffte ich es, ein paar Texte in mei­nem dafür prä­pa­rier­ten Notiz­buch zu schrei­ben, aber ver­öf­fent­licht habe ich sie dann erst viel zu spät und am Stück. Das soll die­ses Jahr anders werden.

Mein Notiz­buch war defi­ni­tiv mein grö­ßes Han­di­cap. Es war ein­fach zu klein. Auf DIN A6 mit gerin­gem Zei­len­ab­stand (es soll ja viel auf eine Seite pas­sen) lässt sich ein­fach nicht schrei­ben, schon gar nicht unter­wegs, und eine Seite als Limit für den Text (auch so eine blöde Sache mit die­sem Notiz­buch) lässt mich meine gan­zen Texte, die darin ste­hen, doch als etwas tri­vial emp­fin­den. Sie krat­zen nur an der Ober­flä­che und hören auf, bevor über­haupt etwas anfan­gen kann. Auch das wird in die­sem Jahr anders. Etwas klei­ne­res als DIN A5 kommt mir nicht ins Haus, und geschrieben/gemalt/fotografiert wird, bis der Bei­trag fer­tig ist. Basta.

Falls es jeman­den inter­es­siert, was da ja jetzt alles meinte, kann ein­fach mal ganz unver­bind­lich nach nebenan gehen. Viel Spaß!

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