dogma pillenknick

einzig Dogma – mein literarischeres Ich

24. Februar 2013
von Hendryk
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Limericks, nichts als Limericks

Isa­bel ist schuld, Isa­bel Bog­dan, zum Glück.
Sie hatte die groß­ar­tige Idee, ein Heim für Lime­ricks anzu­bie­ten, doch sie wusste wohl selbst nicht, als sie selbst einen Lime­rick schrieb, dass sie dar­auf so eine Reso­nanz bekom­men sollte.

Ich gestehe, ich habe mich selbst daran betei­ligt, mit drei Wer­ken. Et voilà.

Lime­rick eins: Herne

(ein schlecht ger­um­pel­ter Anfang, aber immerhin)

Ein Lüst­ling aus Herne
der wollte so gerne
ein Mäd­chen ver­füh­ren,
doch die ließ in spü­ren
die Tiefe der nächste Zisterne.

Lime­rick zwei: Neukirchen-Vluyn

Ein Mann aus Neukirchen-Vluyn,
der wollt’ sei­ner Gat­tin Rosen seh’n blüh’n.
Er trieb es auf Rasen,
hieß ihren Gärt­ner zu bla­sen,
doch ver­geb­lich war das ganze Bemüh’n.

Lime­rick drei: Hettenleidelheim*

*gemo­gel­ter­weise; ein Hoch auf meine beschei­de­nen Mundartfähigkeiten

Mei Godi, ’s Frauke vun Hett­rum,
wo Schwänz’ griff wie’s Reck: nur mit Tal­kum,
– sei Maa wor fott,
fer ees hieß es fast „Mord!“;
mer saaht, ’s wär gween ihre Rettung.

Im Nach­gang

Am Rande ent­stan­den dann noch ein paar kleine Werke, sehr meta sozusagen.

7. Januar 2013
von Hendryk
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Ein Jahr #swsswjnt, und nun?

Solange wir schrei­ben, sind wir ja nicht tot.“

Das sagt sich leicht, aber wer zwi­schen Juni und Okto­ber bei #swss­wjnt vor­bei­schaute, musste davon aus­ge­hen, dass uns kol­lek­tiv das Zeit­li­che geseg­net hatte. Dem ist zum Glück nicht so!
Fakt ist aber, dass es nicht ein­fach war. Darum will ich ein Jahr #swss­wjnt mal in aller Kürze für mich resümieren.

Im Gro­ßen und Gan­zen war #swss­wjnt ein ordent­li­cher Spaß, Bolle hat sich präch­tig amü­siert. Die The­men gaben eini­ges her und ich hatte zumin­dest anfangs die Zeit, etwas zu schrei­ben. Danach ging dann meine Selbst­or­ga­ni­sa­tion der­ma­ßen den Bach run­ter, dass ein­fach nichts mehr pas­sierte. Trotz ungüns­ti­ger Vor­le­sungs­zei­ten, die mich doch sehr schlauch­ten, schaffte ich es, ein paar Texte in mei­nem dafür prä­pa­rier­ten Notiz­buch zu schrei­ben, aber ver­öf­fent­licht habe ich sie dann erst viel zu spät und am Stück. Das soll die­ses Jahr anders werden.

Mein Notiz­buch war defi­ni­tiv mein grö­ßes Han­di­cap. Es war ein­fach zu klein. Auf DIN A6 mit gerin­gem Zei­len­ab­stand (es soll ja viel auf eine Seite pas­sen) lässt sich ein­fach nicht schrei­ben, schon gar nicht unter­wegs, und eine Seite als Limit für den Text (auch so eine blöde Sache mit die­sem Notiz­buch) lässt mich meine gan­zen Texte, die darin ste­hen, doch als etwas tri­vial emp­fin­den. Sie krat­zen nur an der Ober­flä­che und hören auf, bevor über­haupt etwas anfan­gen kann. Auch das wird in die­sem Jahr anders. Etwas klei­ne­res als DIN A5 kommt mir nicht ins Haus, und geschrieben/gemalt/fotografiert wird, bis der Bei­trag fer­tig ist. Basta.

Falls es jeman­den inter­es­siert, was da ja jetzt alles meinte, kann ein­fach mal ganz unver­bind­lich nach nebenan gehen. Viel Spaß!

5. Januar 2012
von Hendryk
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01 | Käsekuchen

blog­gy­boulga – flickr.com – CC-BY


„Wen immer du fragst, man wird dir stets sagen, es gäbe nur das eine, wahre, rich­tige Käse­ku­chen­re­zept – und wenn du dann fragst, ob der Kuchen mit oder ohne Boden sei, dann begin­nen sie zu stot­tern und zu stam­meln.
Dabei ist es mit Käse­ku­chen genau so wie mit dem Leben. Es ist eigent­lich ganz ein­fach. Jeder hat schon ein­mal davon gehört, jeder kann dazu etwas sagen und jeder meint natür­lich eine Mei­nung dazu haben zu müs­sen und jeder, aber auch wirk­lich jeder wird dir sagen, es wäre doch eigent­lich ganz ein­fach. Aber hast du schon ein­mal ver­sucht einen Käse­ku­chen zu backen?
Natür­lich kannst du einen Käse­ku­chen mit Boden backen, ob er aus Keks­krü­meln, Streu­seln oder Mür­be­teig ist, ist dabei fast neben­säch­lich. Irgend­wann ent­schei­dest du dich und machst alles wie im Rezept, und dann geht es doch schief und der Käse­ku­chen wird oben braun und unten stein­hart.
Bäckst du den Käse­ku­chen aber ohne Boden, kann eigent­lich nichts mehr pas­sie­ren – oder alles. Ent­we­der wird alles wun­der­bar, oder du fällst und fällst und fällst und schlägst doch nicht auf, weil da da kein Boden unter dei­nen Füßen ist, auf dem du auf­schla­gen könn­test. Du kannst dich nicht im Dreck suh­len, nie­mand kann dich dort mit­lei­dig anschauen.
Man sagt, Käse­ku­chen ohne Boden sei viel ein­fa­cher … aber mal ganz ehr­lich: Hast du mal ver­sucht ohne Boden zu leben? Letzt­lich ist dein Leben doch auch nur ein Fass ohne Boden, eine boden­lose Frech­heit.“
„Aber es schmeckt mir doch!“