Alle Artikel mit dem Schlagwort: Weißbuch Lunge 2014

Cover des Weißbuch Lunge 2014

Atemlos oder Wie ich ein Buch in nur acht Wochen produzierte

Wenn mich jemand fragt, was ich im Febru­ar und März 2014 alles gemacht habe, dann rei­chen drei Wör­ter völ­lig aus: arbei­ten, essen, schla­fen. Das ist bei­lei­be nicht gesund und es ist auch nichts, wor­an man sich gewöh­nen soll­te, auch wenn ich das nur zu gut konn­te – aber es ist doch eine recht tref­fen­de Beschrei­bung für mei­nen All­tag von Ende Janu­ar bis Ende März. Der Grund dafür hat eben­falls drei Wör­ter, auch wenn eines davon ein Zahl­wort ist: Weiß­buch Lun­ge 2014. (Ist es nicht selt­sam, dass ein Groß­teil der ein­schnei­dends­ten Erleb­nis­se sich mit Drei-Wort-Sät­­zen erklä­ren las­sen?) Der Grund dafür, war­um ich vor zwei Jah­ren um die­se Zeit her­um eigent­lich ziem­lich aso­zi­al im wahrs­ten Wort­sinn war, war ein Kraft­akt son­der­glei­chen, und er hat mir gezeigt, wo mei­ne Gren­zen und die mei­ner Umwelt lie­gen. Das klingt jetzt alles recht furcht­bar, aber so iso­liert betrach­tet, wie es nur jeman­dem mög­lich ist, der völ­lig ver­tieft in etwas ist, war es auch ziem­lich groß­ar­tig. Nein, streicht das „ziem­lich“. Es war groß­ar­tig, trotz allem, denn ich wur­de Vater.

Foto: c@rljones – CC-BY-NC-SA – flickr.com

Das war das Jahr, das war: 2014

Schon wie­der ist ein Jahr um. Nun hat es sich so ein­ge­bür­gert, dass „alle Welt“ dies zum Anlass nimmt, um kurz so zu tun als hiel­te man inne und blick­te zurück, um danach genau­so wei­ter­zu­ma­chen wie zuvor. Inso­fern muss ich mich selbst zitie­ren: Jah­res­rück­bli­cke sind eigent­lich per defi­ni­tio­nem doof. Um aus dem Irr­sinn aber etwas Sinn zu geben, habe ich beschlos­sen, nicht ein­fach zurück­zu­bli­cken, son­dern auch Kon­se­quen­zen zu zie­hen – zumin­dest ist das mein Plan. Wie 2015 wird, kann ich also nicht sagen. Wie der Jah­res­rück­blick wird, weiß ich aber recht gut … (… sag­te er, bevor er tat­säch­lich schrieb, was Ihr nun lesen könnt). Ich habe also den Rück­blick von 2013 (sie­he auch: 2012) wie­der aus der Gara­ge geholt, ihn gerei­nigt und gefet­tet und die alten Ant­wor­ten durch neue ersetzt. Wo ich schon ein­mal dabei war, ent­schied ich mich für eine klei­ne Modi­fi­ka­ti­on und rück­te ihn mit ein paar ande­ren Fra­gen ein wenig näher an mei­ne ursprüng­li­che Inspi­ra­ti­on: den Jah­res­rück­blick von Anke Grö­ner. Und Abfahrt!