Alle Artikel mit dem Schlagwort: nacht

sometimes …

… I real­ly hate the öffent­li­cher Per­so­nen­nah­ver­kehr (kurz: ÖPNV; ver­ständ­lich: Bus und Bahn). Da lebt man schon in einer Regi­on, die immer als Metro­po­le aner­kannt wer­den will - und dann merkt man an den klei­nen Din­gen, dass es mit Metro­po­le noch nicht so weit her ist. Da war man lus­tig Wör­ter auf die Uni am Krei­den (oder so, jeden­falls ist an der Uni Duis­burg-Essen der­zeit Wahl­ses­si­on; Stu­Pa und Senat wer­den gewählt und die grü­ne Hoch­schu­le­grup­pe hat, da noch viel zu jung, kaum etwas machen kön­nen, wes­we­gen man letzt­lich krei­de­te) und fuhr zurück, kommt um 1.01 Uhr in Wan­ne am Haupt­bahn­hof an - um fest­zu­stel­len, dass nix mehr geht. Kla­rer Fall von Sack­gas­se. Der letz­te Bus nach Her­ne fuhr um kurz nach Mit­ter­nacht, der letz­te Bus, der mich gen Bett gebracht hät­te, sogar ne Stun­de eher - und die Bahn fährt auch nicht mehr. Unter der Woche zwi­schen Mit­ter­nacht und vier Uhr ist ganz Her­ne vom Rest der Welt abge­kop­pelt. Klingt doof, ist aber so. Wer den Begriff "Kirch­turm­den­ken" geprägt hat, muss im Ruhr­ge­biet gewe­sen sein. Fünf …

the raven and the swan

im wachs­blu­ten­den glim­men der nie­der­kunft setzt sich der näch­ti­ge rabe auf mei­nen arm. sei­ne geschärf­ten klau­en ent­rei­ßen mich der zeit, win­ter­son­nen­wen­de ist jetzt und über­all, ich opf're mein zimt­e­nes blut, die kral­len umspü­lend rau­ben sie dem hirsch­ge­krön­ten feu­er­vo­gel den halt, er erbleicht und flat­tert empor, zer­fällt zu asche und ersteh­taus ihr, schwimmt strah­lend weiß und majes­tä­tisch hin­fort. ich opf're mein zimt­e­nes blut, ban­ne die kin­der der zeit bis ins nächs­te jahr und sin­ke in des nacht­mahrs kal­ten schlum­mer. so mer­ke ich nicht, wie frau sehn­sucht mir durch's haar streicht und zu ihrer toch­ter betet. von fern schellt der win­ter sein unrhyth­mi­sches lied, nimmt die wachs­über­ström­ten zwei­ge und ent­flieht in die nacht. in gedan­ken an frau*seltsam, vel­jans und josh wood­wards gleich­na­mi­ges lied.

welch trost

ich grü­ße euch, ihr ver­lor­nen see­len, auf zimt­krü­me­li­gen pfa­den schleicht ihr durch mei­nen nebel. vor­bei an frau sehn­suchts glas­wachs­haus, auf des­sen tisch in einer tas­se tee die far­ben tan­zen stol­pert ihr über gedan­ken­wur­zeln in bren­nen­den moor­bo­den gewach­sen. ich grü­ße euch, ihr ver­lor­nen see­len, der eis­wind macht euch frös­teln und ver­treibt doch die fah­len schwa­den nicht. der but­ter­mond schläft bei den ster­nen im blu­ti­gen schnee. ich grü­ße euch, ihr ver­lor­nen see­len, ich bin der novem­ber, ich habe mich gesto­chen an euren sehn­süch­ti­gen dor­nen, ich wer­de blu­ten bis der dezem­ber kommt und dort auf euch war­ten. eine reak­ti­on auf einer nacht gewe­se­nes atmen.

sechs uhr vierundfünfzig

schö­ne uhr­zeit, sar­rich­ma. da geht näm­mich mein bus. der bringt mich zur bahn. die bringt mich zum bus. und der bringt mich zur hal­te­stel­le. die bringt mich - HALT! von da an brauch ich mei­ne füße. DIE brin­gen mich dann zur uni. mer­ke: nach­her beginnt die o-woche - wofür auch immer das o ste­hen wird, offi­zi­ell soll es ja "ori­en­tie­rung" bezeich­nen, aber da habe ich noch zwei­fel. und ab dann bin ich prak­ti­zie­ren­de stu­den­tin. in die­sem sin­ne wünsch ich eine geruh­sa­me nacht und hör mir niko­laus bruhns kan­ta­te "ich lie­ge und schla­fe" an. … ob fun­e­ral­mes­sen so das rich­ti­ge sind? salü und bis die tage, dog­MA

buttermond im wolkenmeer,

frau sehn­sucht weint glä­ser­ne trä­nen, sie sitzt im glas­wachs­haus bei frem­dem kaf­fee und hei­mi­schen kek­sen. frau sehn­suchts trä­nen ein hei­ßer regen fällt vom him­mel, ein wol­ken­bruch über mir im glas­wachs­haus, es schwin­det, ihr kaf­fee dampft und blub­bert im geden­ken, raucht und ver­brennt nur beim gedan­ken frau sehn­sucht weint den kaf­fee nass, ich will und muss ihn trin­ken. mich dürs­tet … © dog­MA, 280808. notiz­buch­ein­trag vom donnsch­tig der euro­pa­rei­se, irgend­wo kurz hin­ter amstet­ten und vor dem ein­schla­fen, man flüs­tert schwy­zer­deut­sche lie­bes­schwü­re von fuß zu mund.