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Auf der Suche nach dem Wupper-Radweg

Was gibt es Schö­ne­res an einem son­ni­gen Sams­tag im Sep­tem­ber, als eine Wan­de­rung in Wup­per­ta­ler Wäl­dern zu wagen? Man könn­te Eis essen oder durchs Lui­sen­vier­tel bum­meln. Man könn­te auf der Hardt pick­ni­cken oder durch den Zoo fla­nie­ren. Ich tat jedoch nichts der­glei­chen. Wohl wis­send, dass es ihn nicht gibt, woll­te ich den Wup­per-Rad­­weg fin­den. Ich woll­te gen Quel­le der Wup­per rei­sen, auch wenn sie dort nie­mand so kennt – und ein paar net­te Fotos schie­ßen woll­te ich auch noch. Wenn’s mehr nicht ist. Das konn­te ja eigent­lich nur in die Hose gehen.

Bike statt Streik

Manch­mal kommt das Glück wahr­lich unver­hofft – und manch­mal kün­digt es sich an. Ges­tern war es qua­si mit Ansa­ge, obwohl an Glücks­ge­füh­le wohl nie­mand dach­te, als die Gewerk­schaft Deut­scher Loko­mo­tiv­füh­rer (GDL) mor­gens ankün­dig­te, sie wür­de den Güter­ver­kehr bestrei­ken. Als es dann spä­ter hieß, die GDL wür­de sich nicht nur auf den Güter­ver­kehr beschrän­ken, steig wohl die Lau­ne man­cher Zeit­ge­nos­sin­nen und -genos­sen ins Uner­mess­li­che. Als klar wur­de, dass es nicht regio­na­le Schwer­punk­te geben wür­de, son­dern einen flä­chen­de­cken­den Streik, da stand das Urteil wohl schon fest: „Die Loko­mo­tiv­füh­rer“ sind Erpres­ser und „die Bahn“ ohne­hin schei­ße. Ver­ständ­nis hät­te ohne­hin nie­mand zu erwar­ten. Ich hin­ge­gen fie­ber­te dem Fei­er­abend immer mehr ent­ge­gen. (Aber gut, ich hat­te auch kei­ne wei­te­ren Ter­mi­ne und freu­te mich zudem auf ein paar wei­te­re Kilo­me­ter für das Stadt­ra­deln.) So kam ich völ­lig unbe­scha­det von Her­ne bis nach Dort­mund und war schon auf dem Weg zu Gleis 20, wo mein RE4 plan­mä­ßig hät­te fah­ren sol­len, als – ja, als – mir ein­fiel, dass der ja am Mor­gen die Umlei­tung über Wit­­ten-Annen genom­men hat­te, und des­we­gen wohl auf …