Alle Artikel mit dem Schlagwort: frau sehnsucht

Milchstraßengeschichten, perspektivisch.

unter der näch­te­nen Kathe­dra­le tanzt das kno­chi­ge Frau­en­zim­mer mit dem Mäd­chen Tan­go. Medi­an, freu­den­los, starrt trü­be in den Tee, sieht Nacht­mahrs­fet­zen wabern, wo der fer­ne But­ter­mond süßt. Frau Sehn­sucht greift mil­de lächelnd sei­ne Hand, er schlürft und schlurft, ein Xylo­phon schlägt klap­pernd Takt und Melo­die. Auro­ra kommt in ihrem zwit­schern­den Kleid und sieht Frau Sehn­sucht plau­dern, Palei­ko erzäh­lend von neu­en Trau­mes­rei­sen. Stein um Bein erwar­te ich ver­ge­bens den nächs­ten Schlag, wie wohl mir ist,

Nahahahaiiiin, …

… ich bin nicht twit­ter­süch­tig. Ich kann noch ohne. Aber nicht ohne die­se tol­len Wand­ka­len­der vom Dru­cke­rei Blog bzw. www.druckerei.de - und: Ja, ich weiß, dass das Wer­bung ist und dass ich das Dru­cke­rei Blog ohne twit­ter nie ent­deckt hät­te und dass ich jetzt drei von die­sen tol­len Wand­ka­len­dern bekom­me. Inso­fern issat doch nich ganz unei­gen­nüt­zig, oder? Das Dru­cke­rei Blog bekommt einen Track­back mehr und viel­leicht ein, zwei Klicks, ich bekom­me drei - in Wor­ten: DREI - Wand­ka­len­der - von denen ich viel­leicht zwei ver­schen­ken wer­de an die­je­ni­gen, die mir die schöns­te Begrün­dung lie­fern, war­um sie den bekom­men soll­ten (aber dazu gibt es noch einen geson­der­ten Bei­trag) - und zudem haben wir hier­mit eine Pre­mie­re, da dies, wenn ich mich recht ent­sin­ne, der ers­te Bei­trag ist, den ich ver­fas­se, um etwas zu bekom­men. Auf twit­ter geht das ja ein­fa­cher und schnel­ler und so, … In die­sem Sin­ne sar­rich ma: genug gewor­ben, jetzt gibt's Kaf­fee. Danach bin ich viel­leicht dann doch süch­tig.

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spros­sen­be­wohn­tes Bett glei­tet unter mei­nen Füßen fort von frisch ver­pflanz­tem Herz­grund. Kirsch­kuss bleibt daheim und ich mit ihm und wir bei­den fah­ren auch gen Fort. Frau Sehn­sucht sitzt im Glas­wachs­haus, sieht wie die Welt dazwi­schen wächst erfreut an ihrem Werk und doch voll Reue, denn sie tat, was sie muss. Nicht, weil sie will. Ihr Tee aus But­ter­mon­dens Saft, schon bald ist er ver­sal­zen.

kirmesgeheul

But­ter­mond im Wol­ken­meer, sein Vor­hof zur Höl­le glimmt fahl. Wo einst die Äcker stan­den, wo zwei­feln­de Ver­su­chung wild neben suchen­der Ver­zweif­lung auf Herz­grund blüh­te, fei­ert man nun Kirch­weih­fest. Frau Sehn­sucht schlurft die Gas­sen ab, im Arm die Kat­ze des Quan­ten­ma­gi­ers, Frau Schrö­din­ger genannt, sie schlurft und guckt und riecht und krault das Tier, nie wis­send, wo es ist. In bun­ter Lich­ter­luft flir­ren Lam­pen wie Fackeln wie Feu­er­werk wie Blend­gra­na­ten, gebrann­te Man­deln ste­chen wie Frit­ten, Fisch und Fri­ka­del­len schal zithernd in die Nase, kein Tee aus But­ter­mon­dens Trä­nen, nur eisig kal­ter Win­ter­tag in kirmesheil'ger Som­mer­nacht. Frau Schrö­din­ger heult den Feu­er­vo­gel an, dann ist sie weg, mit ihm.

the raven and the swan

im wachs­blu­ten­den glim­men der nie­der­kunft setzt sich der näch­ti­ge rabe auf mei­nen arm. sei­ne geschärf­ten klau­en ent­rei­ßen mich der zeit, win­ter­son­nen­wen­de ist jetzt und über­all, ich opf're mein zimt­e­nes blut, die kral­len umspü­lend rau­ben sie dem hirsch­ge­krön­ten feu­er­vo­gel den halt, er erbleicht und flat­tert empor, zer­fällt zu asche und ersteh­taus ihr, schwimmt strah­lend weiß und majes­tä­tisch hin­fort. ich opf're mein zimt­e­nes blut, ban­ne die kin­der der zeit bis ins nächs­te jahr und sin­ke in des nacht­mahrs kal­ten schlum­mer. so mer­ke ich nicht, wie frau sehn­sucht mir durch's haar streicht und zu ihrer toch­ter betet. von fern schellt der win­ter sein unrhyth­mi­sches lied, nimmt die wachs­über­ström­ten zwei­ge und ent­flieht in die nacht. in gedan­ken an frau*seltsam, vel­jans und josh wood­wards gleich­na­mi­ges lied.