Alle Artikel mit dem Schlagwort: fahrrad

#IchZeit

Einfach mal durchatmen – (m)ein Wochenende für mich

Ich bin ein Mensch, der ziem­lich viel unter­wegs ist. Schon zur Arbeit pen­de­le ich jeden Tag andert­halb Stun­den pro Stre­cke, aber auch in mei­ner Frei­zeit tes­te ich ger­ne die Gren­zen aus, die mir mein NRW-Semes­­ter­­ti­­cket ermög­licht. Ich arbei­te reich­lich und neh­me mir auch sonst in der Regel mehr für einen Tag vor als rea­lis­tisch betrach­tet zu schaf­fen ist. Dass dabei etwas auf der Stre­cke bleibt, ist wenig ver­wun­der­lich, dass das zu aller­erst ich bin, mein Ver­dienst. Des­halb, und um ein­fach auch mal durch­zu­at­men, neh­me ich mir ein­mal im Jahr für ein Wochen­en­de eine Aus­zeit – vom All­tag, vom Inter­net (naja, fast) und über­haupt von qua­si allem. An die­sem Wochen­en­de gibt es nur ein The­ma: mich. Des­halb mache ich mir für die­ses Wochen­en­de auch kei­ne Plä­ne, außer dem Plan weg­zu­fah­ren. Im letz­ten Jahr ging es mehr oder weni­ger spon­tan nach Brei­sach, die­ses Jahr führ­te mich die #Ich­Zeit ins benach­bar­te Luxem­burg, genau­er gesagt: nach Ech­ter­nach.

Me and my guitar bicycle

Wer mich kennt, der weiß: Ich fah­re mit dem Rad. Ich fah­re tag­ein und tag­aus, ich fah­re von A nach B – und wenn es sein muss, auch zurück. Ich fah­re bei Son­nen­schein und Regen, ich fah­re am Tag und auch bei Nacht, ich fah­re im Früh­ling, Som­mer und auch Herbst – und selbst im Win­ter las­se ich mein Rad nicht ste­hen. War­um ich mir das antue das tue, hat aber vie­le Grün­de, und ein paar die­ser Grün­de möch­te ich heu­te mal her­aus­pi­cken, um euch davon zu erzäh­len.

Auf der Suche nach dem Wupper-Radweg

Was gibt es Schö­ne­res an einem son­ni­gen Sams­tag im Sep­tem­ber, als eine Wan­de­rung in Wup­per­ta­ler Wäl­dern zu wagen? Man könn­te Eis essen oder durchs Lui­sen­vier­tel bum­meln. Man könn­te auf der Hardt pick­ni­cken oder durch den Zoo fla­nie­ren. Ich tat jedoch nichts der­glei­chen. Wohl wis­send, dass es ihn nicht gibt, woll­te ich den Wup­per-Rad­­weg fin­den. Ich woll­te gen Quel­le der Wup­per rei­sen, auch wenn sie dort nie­mand so kennt – und ein paar net­te Fotos schie­ßen woll­te ich auch noch. Wenn’s mehr nicht ist. Das konn­te ja eigent­lich nur in die Hose gehen.

STADTRADELN statt Radeln

Offen­sicht­lich ist 2014 das Jahr der spon­ta­nen Beschlüs­se; jeden­falls ist es das für mich. Erst mel­de­te ich mich zum Blog­ger­tref­fen an, dann fuhr ich zum #tworf und nicht zuletzt buk ich Unmen­gen an Bie­nen­stich im Rah­men mei­ner Umset­zung der Ice Bucket Chal­len­ge. Was aber jetzt seit ges­tern vor­bei ist, zumin­dest in die­sem Jahr, ist das STADTRADELN. Damit enden drei Wochen, in denen ich (bis auf zwei Tage) an jedem Tag Fahr­rad gefah­ren bin – und es doku­men­tiert habe. Rad fah­re ich auch sonst; ich den­ke sogar, dass die­se drei Wochen durch­aus reprä­sen­ta­tiv waren, aber doku­men­tiert habe ich mein Rad­fahr­ver­hal­ten bis­lang noch nicht. Was steht also am Ende die­ser drei Wochen STADTRADELN?

Bike statt Streik

Manch­mal kommt das Glück wahr­lich unver­hofft – und manch­mal kün­digt es sich an. Ges­tern war es qua­si mit Ansa­ge, obwohl an Glücks­ge­füh­le wohl nie­mand dach­te, als die Gewerk­schaft Deut­scher Loko­mo­tiv­füh­rer (GDL) mor­gens ankün­dig­te, sie wür­de den Güter­ver­kehr bestrei­ken. Als es dann spä­ter hieß, die GDL wür­de sich nicht nur auf den Güter­ver­kehr beschrän­ken, steig wohl die Lau­ne man­cher Zeit­ge­nos­sin­nen und -genos­sen ins Uner­mess­li­che. Als klar wur­de, dass es nicht regio­na­le Schwer­punk­te geben wür­de, son­dern einen flä­chen­de­cken­den Streik, da stand das Urteil wohl schon fest: „Die Loko­mo­tiv­füh­rer“ sind Erpres­ser und „die Bahn“ ohne­hin schei­ße. Ver­ständ­nis hät­te ohne­hin nie­mand zu erwar­ten. Ich hin­ge­gen fie­ber­te dem Fei­er­abend immer mehr ent­ge­gen. (Aber gut, ich hat­te auch kei­ne wei­te­ren Ter­mi­ne und freu­te mich zudem auf ein paar wei­te­re Kilo­me­ter für das Stadt­ra­deln.) So kam ich völ­lig unbe­scha­det von Her­ne bis nach Dort­mund und war schon auf dem Weg zu Gleis 20, wo mein RE4 plan­mä­ßig hät­te fah­ren sol­len, als – ja, als – mir ein­fiel, dass der ja am Mor­gen die Umlei­tung über Wit­­ten-Annen genom­men hat­te, und des­we­gen wohl auf …