Alle Artikel mit dem Schlagwort: bahn

Me and my guitar bicycle

Wer mich kennt, der weiß: Ich fah­re mit dem Rad. Ich fah­re tag­ein und tag­aus, ich fah­re von A nach B – und wenn es sein muss, auch zurück. Ich fah­re bei Son­nen­schein und Regen, ich fah­re am Tag und auch bei Nacht, ich fah­re im Früh­ling, Som­mer und auch Herbst – und selbst im Win­ter las­se ich mein Rad nicht ste­hen. War­um ich mir das antue das tue, hat aber vie­le Grün­de, und ein paar die­ser Grün­de möch­te ich heu­te mal her­aus­pi­cken, um euch davon zu erzäh­len.

Auf der Suche nach dem Wupper-Radweg

Was gibt es Schö­ne­res an einem son­ni­gen Sams­tag im Sep­tem­ber, als eine Wan­de­rung in Wup­per­ta­ler Wäl­dern zu wagen? Man könn­te Eis essen oder durchs Lui­sen­vier­tel bum­meln. Man könn­te auf der Hardt pick­ni­cken oder durch den Zoo fla­nie­ren. Ich tat jedoch nichts der­glei­chen. Wohl wis­send, dass es ihn nicht gibt, woll­te ich den Wup­per-Rad­­weg fin­den. Ich woll­te gen Quel­le der Wup­per rei­sen, auch wenn sie dort nie­mand so kennt – und ein paar net­te Fotos schie­ßen woll­te ich auch noch. Wenn’s mehr nicht ist. Das konn­te ja eigent­lich nur in die Hose gehen.

Radfahren mit der Bahn – geht doch!

Es war das Bar­Camp Düs­sel­dorf, bei dem Mal­te Krohn zusam­men mit Ingo Sau­er und Mar­co Bereth eine Ses­si­on über das Bahn­fah­ren anbot. Unter dem Titel „Die Bahn kann auch pünkt­lich sein“ gaben die drei hilf­rei­che Rat­schlä­ge für Gele­gen­heits­bahn­fah­rer. Als jemand, der lei­der nicht da sein konn­te, als jemand, der nicht nur regel­mä­ßig mit der Bahn fährt, son­dern oft auch noch sein Fahr­rad mit­nimmt, möch­te ich deren zehn Punk­te ein­mal unter die Lupe neh­men und ergän­zen oder ändern, wo es mir nötig erscheint.

1813 - unterwegs/die graue Frau

Rau­schen­des, rol­lern­des, pock­ri­ges Wum­mern dröhnt bis in die Win­kel und füllt den bogen­über­dach­ten offe­nen Raum namens Bahn­hof, als ich über abge­nutz­te, gum­mi­be­kleb­te Stu­fen den Zug gen Dann erklim­me. Eins­ti­ge Luft schlägt mir ent­ge­gen, voll nach­ge­han­ge­ner, zurück­ge­blie­be­ner Gedan­ken, eine schwe­re, schwü­le und ver­brauch­te Luft, schon berührt und durch­wir­belt von neu­en alten Gedan­ken, Rei­se­ge­dan­ken, Erin­ne­run­gen an das Gera­­de-noch, Hoff­nun­gen auf das Bald-schon, vol­ler Ach-scha­­de, Und-gleich und Hmm. Ich rie­che die  Ein­sam­keit im Getüm­mel, spü­re, wie jeder sei­nen Pfa­den nach­hängt, sie alle ver­eint in der Schick­sals­ge­mein­schaft der Bahn­fah­rer, aus­ge­lie­fert dem Bahn­gott und sei­nem sar­­kas­­tisch-saty­­­ri­­schen Humor. Ein letz­ter frei­er Sitz­platz, als hät­te er nur auf mich gewar­tet, las­se ich mein Rei­se­ge­päck fal­len als die Türen sich schlie­ßen und die roll­fä­hi­ge Blech­do­se den Bahn­hof ver­lässt. War­um heißt es eigent­lich "Rei­se­ge­päck", ist es doch nur ein bruch­teil aller Uten­si­li­en, die man bei sich führt, die man wirk­lich wäh­rend der Rei­se benö­tigt, wäh­rend es doch mit­un­ter fünf­und­neun­zig Pro­zent des Gepäcks sind, wel­che einem das Rei­sen mit der Bahn - und die unver­meid­li­chen Umstie­ge - zur Qual wer­den las­sen? Wer braucht schon zehn …

#projekt52 - 06. fernweh oder: strange things happened to polly pocket

nää, watn tach: über­näch­tigt auf­ste­hen, brö­t­chen­­schmier-komi­­tee, lay­­out- und foto­grund­la­gen und dann noch bahn­fahrt. über allem schweb­te das schwert der dro­hen­den umset­zung des nun­mehr letzt­wö­chi­gen pro­­je­k­t52-the­­mas: fern­weh. aber von vorn: mon­tach­mor­gen … dat war mein ers­ter gedan­ke, als ges­tern um halb acht – mor­gens! - genos­se wecker mich aus dem viel zu kur­zen schlaf riss … da denks­te dir „die woche üba bin ich wach, schla­fen tu ich sonn­tachs“ - und dann dat. wie auch immer, mei­ne nächs­te erin­ne­rung ist die, dass ich bröt­chen­schmie­rend hin­ter ner the­ke steh, auf ner ver­an­stal­tung namens basis­fo­rum. basis­fo­rum is grün­sprech für „wir laden zwei dele­gier­te pro basis­grup­pe und alle, die wo kom­men wol­len ein sich mit uns zu tref­fen, über ihre par­tei­ar­beit im ort zu spre­chen und biss­ken metho­den für par­tei­ar­beit und auch sonz ihm lehm nütz­li­chet zu ler­nen“; geden­falls saß ich nach der fress- und sprech­pau­se in work­shop üba gra­fik und gedöns, wat fak­tisch rund drei stun­den foli­en zu grund­le­gen­den grund­la­gen bedeu­te­te – well: toll gemacht und üba­zeu­gend prä­sen­tiert von­ne vere­na sel­bach (sie is bes­ser als ihre web­vi­si­ten­kar­te ver­mu­ten …