Alle Artikel in: Gestaltung

Gestal­tung ist mehr als nur Din­ge schön zu machen. Gestal­tung ist der gesam­te Pro­zess von der Idee bis zur Umset­zung für eine bestimm­te Ziel­grup­pe, des­we­gen schrei­be ich hier nicht nur über Design – aber auch.

CXI_16 oder Wie klingt eigentlich wasserdichte Kleidung?

Was pas­siert, wenn man rund 700 krea­ti­ve Men­schen für sie­ben Stun­den in einen abge­dun­kel­ten Raum vol­ler Stüh­le steckt? Wer denkt, dass sie nun alles aus­ein­an­der­neh­men, neu zusam­men­bau­en und Skiz­zen auf die Wän­de malen, den muss ich lei­der ent­täu­schen. Ande­rer­seits gab es bei der 8. CXI Kon­fe­renz, die am 8. Juni im Ring­lok­schup­pen in Bie­le­feld statt­fand, auch ein Büh­nen­pro­gramm, das den krea­ti­ven Umgang mit den Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den zu ver­hin­dern wuss­te. Aber wie?

12 magische Mottos: Licht & Schatten

Palei­ca hat­te es schon ange­kün­digt. Das April-Mot­­to der 12 magi­schen Mot­tos ist nur nicht nur ein foto­tech­ni­sches. Auch sym­bo­lisch und meta­pho­risch hat „Licht & Schat­ten“ eini­ges in pet­to. Man könn­te sogar sagen, es ist ein abar­tig hin­ter­grün­dig hin­ter­fot­zi­ges Mot­to, die­ses Licht & Schat­ten. Es hat­te aller­dings den Vor­teil, dass ich recht früh schon wuss­te, was mein Motiv sein wür­de. Der Nach­teil: mir fiel ein­fach zu viel dazu ein, und des­we­gen sit­ze ich noch jetzt, im Mai, an der For­mu­lie­rung mei­ner Gedan­ken.

Cover des Weißbuch Lunge 2014

Atemlos oder Wie ich ein Buch in nur acht Wochen produzierte

Wenn mich jemand fragt, was ich im Febru­ar und März 2014 alles gemacht habe, dann rei­chen drei Wör­ter völ­lig aus: arbei­ten, essen, schla­fen. Das ist bei­lei­be nicht gesund und es ist auch nichts, wor­an man sich gewöh­nen soll­te, auch wenn ich das nur zu gut konn­te – aber es ist doch eine recht tref­fen­de Beschrei­bung für mei­nen All­tag von Ende Janu­ar bis Ende März. Der Grund dafür hat eben­falls drei Wör­ter, auch wenn eines davon ein Zahl­wort ist: Weiß­buch Lun­ge 2014. (Ist es nicht selt­sam, dass ein Groß­teil der ein­schnei­dends­ten Erleb­nis­se sich mit Drei-Wort-Sät­­zen erklä­ren las­sen?) Der Grund dafür, war­um ich vor zwei Jah­ren um die­se Zeit her­um eigent­lich ziem­lich aso­zi­al im wahrs­ten Wort­sinn war, war ein Kraft­akt son­der­glei­chen, und er hat mir gezeigt, wo mei­ne Gren­zen und die mei­ner Umwelt lie­gen. Das klingt jetzt alles recht furcht­bar, aber so iso­liert betrach­tet, wie es nur jeman­dem mög­lich ist, der völ­lig ver­tieft in etwas ist, war es auch ziem­lich groß­ar­tig. Nein, streicht das „ziem­lich“. Es war groß­ar­tig, trotz allem, denn ich wur­de Vater.

Freefont des Monats: Cormorant

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich zuletzt einen Free­font des Monats prä­sen­tie­ren konn­te. Das lag nicht nur dar­an, dass es in der letz­ten Zeit rela­tiv weni­ge neue Schrif­ten gab, die mei­ne doch recht strik­ten Vor­ga­ben (min­des­tens vier Schrift­schnit­te, für den Men­gen­satz geeig­net) erfüll­ten, son­dern auch dar­an, dass ich durch­aus eini­ges um die Ohren hat­te. Jetzt aber bin ich zurück und mit mir ein Free­font, der es in sich hat. Zum einen hat es mit der 2015 von Chris­ti­an Thal­mann ver­öf­fent­lich­ten Cormo­rant end­lich mal wie­der eine Seri­fen­schrift zum Free­font des Monats geschafft und zum ande­ren ist die so umfang­reich aus­ge­baut, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfan­gen soll.

12 magische Mottos: Formen & Figuren

Es ist so unfair. Da muss erst der März kom­men, damit ich ein Motiv fin­de, bei dem ich sofort den­ke, dass es per­fekt zu „Struk­tu­ren & Rhyth­men“ gepasst hät­te – aber so ist das wohl; zu oft fin­det sich im Nach­hin­ein noch etwas, was man viel­leicht geän­dert oder bes­ser gemacht hät­te, für das es aber nun zu spät ist. Viel­leicht ist auch das eine (mir im Prin­zip nicht neue) Erkennt­nis der 12 magi­schen Mot­tos: Dass Din­ge gut sind, wie sie sind und dass irgend­wann ein­fach gut ist, weil Din­ge auch mal fer­tig sein wol­len. Aber wie kom­me ich nach die­sen Über­le­gun­gen jetzt zum März-Mot­­to „For­men & Figu­ren“? Gar nicht, denn ich brauch­te ein neu­es Motiv.