Alle Artikel in: Gedöns

Auch wenn ich meine Themen habe, will ich nicht auf sie festgelegt sein. Was woanders nicht passt – sei es, weil es zu absurd ist, sei es, weil es zu persönlich ist – findet hier seinen Platz.

Das war das Jahr, das war: 2016

Schon wieder ist ein Jahr um. Da es sich so eingebürgert hat, dass „alle Welt“ dies zum Anlass nimmt, um kurz so zu tun als hielte man inne und blickte zurück, um danach genauso weiterzumachen wie zuvor, will ich mich diesem Reigen anschließen. Insofern muss ich mich selbst zitieren: Jahresrückblicke sind eigentlich per definitionem doof. Um aus dem Irrsinn aber etwas Sinn zu geben, habe ich beschlossen, nicht einfach zurückzublicken, sondern auch Konsequenzen zu ziehen – zumindest ist das mein Plan. Wie 2017 wird, kann ich also nicht sagen. Wie der Jahresrückblick wird, weiß ich aber recht gut … (… sagte er, bevor er tatsächlich schrieb, was Ihr nun lesen könnt). Ich habe also den Rückblick von 2015 (siehe auch: 2014, 2013, 2012) wieder aus der Garage geholt, ihn gereinigt und gefettet und die alten Antworten durch neue ersetzt. In diesem Sinne: Abfahrt!

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Liebster Award

Was ist schon ein Wink mit dem Zaunpfahl, wenn man auch mit dem ganzen Zaun winken kann? So gesehen war ich doch recht dankbar, dass mir Ninette nicht gleich zum Zaun griff, sondern mich nur mit einem Stöckchen bewarf. Dass dieses Stöckchen nun unter dem Namen „Liebster Award“ daher kommt, dafür kann sie nichts und daher sei es ihr auch verziehen. Letztlich geht es doch ohnehin nur darum, ein paar Fragen zu beantworten, ein paar Fragen zu stellen, und so ein paar neue Blogs, alte Seiten an neuen Menschen und neue Seiten an alten Menschen kennenzulernen. Oder so. Um ihre (und eure) unstillbare Neugier aber nicht verhungern zu lassen, will ich ihr herzlichst für die Beule an meinem Hinterkopf danken und mich nun der Beantwortung ihrer Fragen widmen.

Evening of day #1 in rif. Sennes

Was schön war, KW 22/2016

Kreation Ich habe keinen grünen Daumen, aber das ändert nichts daran, dass ich Dinge gerne wachsen und reifen und blühen sehe. Dass ich zumindest was Gestaltung betrifft, da ein wenig Talent habe, macht das Dilemma mit dem grünen Daumen erträglicher. Insofern bin ich ganz froh, mal wieder ein Produkt für einen Kunden komplett neu erdenken zu dürfen. Die Texte stehen, die Zielgruppe ist auch klar. Damit kann ich arbeiten. Damit werde ich arbeiten. Ich habe sogar schon eine Idee. Motivation Motivation ist eine böse Sache, denn sie macht dich Dinge tun, für die du dich in anderen Situationen bereitwillig für bekloppt erklären würdest. Wenn auch noch eine vollbrachte Leistung steht und du Resultate sehen kannst … well, da machste nix. Transpiration (Was tue ich nicht alles für einen Kalauer. Anders wäre der überschriftliche Dreiklang gar nicht erst zustande gekommen. Andererseits: Es war warm.) Anderen passiert es offenbar nur, wenn sie mal Bahn fahren müssen, obwohl sie es sonst nie tun. Mir gelingt es genaugenommen nur, wenn ich aus Spaß an der Freude Bahn fahre, obwohl …

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Bierprobe #4: Riedenburger Brauhaus Doldensud

Im Jahr 2014 trank jede_r Deutsche durchschnittlich 107 Liter Bier. Nur Erfrischungsgetränke (125,5 Liter), Wasser (145 Liter) und Bohnenkaffee (165 Liter) wurden in noch größeren Mengen vernichtet. Zum Vergleich: Milch kam auf gerade einmal 84 Liter und Wein auf gerade einmal knapp 25 Liter. Während aber zu jedem Gericht ein passender Wein empfohlen wird, heißt es bei Bier viel zu oft nur „Hauptsache, es haut rein“ und bis auf wenige Ausnahmen gibt es entweder Pils oder Weizen und das völlig unabhängig von dem dazu servierten Gericht. Dabei gibt es so viel mehr! Warum also sollte man diese Vielfalt links liegen lassen und nicht auch Bier einer Verkostung unterziehen? Eben! Da sich der Sommer näherte, war ich auf der Suche nach einem sommerlichen Bier. Verhältnismäßig leicht sollte es sein und vielleicht auch ein wenig spritzig. Am wichtigsten aber: Es sollte gut trinkbar sein, denn was nützt das spritzigste Bier, wenn es so viel Kohlensäure hat, dass man es kaum schlucken kann? Schon weil die Flasche mich im Laden so angelacht hatte, griff ich ergo zum Doldensud …

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Was schön war, KW 21/2016

Musik Was wäre ich nur ohne die Musik? Genauer: Was wäre ich nur ohne die Barockmusik? Nichts wäre ich, und davon genug. Bei ihr reicht mir oft ein einziger Akkord und ich bin wieder mit der Welt versöhnt, schlicht weil er so unerwartet kommt und dann auch schon wieder fort ist. Das Beste aber ist: Barockmusik ist sofort da. Sie braucht nicht erst eine halbe Minute, um auf Touren zu kommen, selbst wenn der Gesang erst später einsetzt. Du atmest ein, wartest auf den Einsatz und los gehts. Direkter geht es nicht. Zeitreise Eine Reise in die eigene Vergangenheit ist bisweilen wie das Staubsaugen unter dem Sofa. Kein Mensch weiß, welchen Schatz er letztlich finden wird. Umso froher bin ich, dass unter meinem Sofa offenbar viele Fotos und noch mehr Erzählungen sind. Mit jedem neuen Bild und jeder zusätzlichen Erinnerungen wohnt Familie Hempel zwar schon länger, wo sie halt so wohnt immer größer. Ich weiß noch nicht, was sich noch alles in ihr verbirgt, aber herausfinden möchte ich es schon. Landschaft Da sitzt du im …