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#reiseknick, Tag 9: Lohnsfeld–Lingenfeld

Urlaub tut Not. Anders als bis­her, da ich immer eine halb­wegs gut aus­ge­ar­bei­te­te Rou­te hat­te, habe ich dies­mal nur zwei­ein­halb Zwi­schen­zie­le und den Plan, mal rechts­rhei­nisch unter­wegs zu sein (zumin­dest bis Bin­gen). Ob das biss­chen Plan rei­chen wird … wir wer­den es sehen.

Nach­dem ich erst am Sonn­tag im Auto so vom Lei­nin­ger Land begeis­tert war, der Regi­on, in der der Pfäl­zer­wald in die Deut­sche Wein­stra­ße aus­läuft, woll­te ich es heu­te mit dem Rad durch­fah­ren. Die Qual der Wahl der Cam­ping­plät­ze ver­schlug mich letzt­lich aber wie­der an den Rhein.

Endlich oben an der Autobahn war das noch der schönste Anblick.

End­lich oben an der Auto­bahn war das noch der schöns­te Anblick.

Ein Stünd­chen spä­ter als sonst, also erst um elf Uhr, brach ich heu­te nach einem guten Früh­stück und ein biss­chen Ver­ab­schie­dung von der lie­ben Ver­wand­schaft auf. Von Lohns­feld ging es zunächst über die Kai­ser­stra­ße gen Kai­sers­lau­tern, ehe mich der Weg in Rich­tung Enken­bach-Alsen­born abbie­gen ließ. Die eigent­li­che Aus­schil­de­rung ver­pass­te ich, also kam alles mal wie­der anders als geplant und wahr­schein­lich auch ein klei­nes biss­chen stei­ler, aber am Ende fuhr ich doch wie gewünscht par­al­lel zur Auto­bahn. Ganz ehr­lich: Es gibt Schö­ne­res. Es gibt Schö­ne­res als den Lärm und den mehr stei­ni­gen als schot­te­ri­gen Rad­weg. Schon aus Sor­ge um mein Rad konn­te ich auch berg­ab nur mit ange­zo­ge­ner Brem­se fah­ren.

Nichts als Wein. Leider ist er noch nicht fertig.

Nichts als Wein. Lei­der ist er noch nicht fer­tig.

Das Lei­nin­ger Land – bei­na­he wäre ich dort zum nächs­ten Teil mei­ner Ver­wandt­schaft abge­bo­gen – aber war die­ses Gehol­per wert, nicht nur, weil dort der Asphalt mir höhe­re Geschwin­dig­kei­ten erlaub­te, son­dern auch, weil es so viel schö­ner war. Was ich sah, war ein schma­les, stei­les Tal, in des­sen Soh­le gemäh­te Wie­sen lagen und ober­halb des­sen Hän­gen Orte thron­ten – und da war das blaue Haus noch nicht dabei. Am Ende des Lei­nin­ger Tals war­te­te dann Klein­karl­bach auf mich und die Deut­sche Wein­stra­ße. End­lich wur­de das Land weit und die Son­ne wärm­te die­se so von Reb­stö­cken gepräg­te Land­schaft – und wo ich mich schon mal wie­der ver­fuhr, mach­te ich in Wei­sen­heim am Sand ein­fach mal Pau­se bei einem Stück Kuchen und einem Lat­te Mac­chia­to dazu.

Wirkt der Speyerer Dom schon aus der Nähe imposant, kommt seine Größe aus der Ferne noch viel besser zur Geltung.

Wirkt der Speye­rer Dom schon aus der Nähe impo­sant, kommt sei­ne Grö­ße aus der Fer­ne noch viel bes­ser zur Gel­tung.

Nach die­ser Pau­se zog es mich zum Sali­er-Rad­weg, denn ich woll­te nach Spey­er, steht doch dort ein Dom, der geschicht­lich nicht ganz ohne und optisch zudem recht anspre­chend ist. Lei­der konn­te ich ihn man­gels Schloss samt Schlüs­sel am Rad – wir erin­nern uns – nicht besich­ti­gen, aber zumin­dest in sei­nem Schat­ten konn­te ich führ ein paar Minu­ten lie­gen, ehe ich auf den Rhein-Rad­weg zuück­kehr­te und schließ­lich an einem Bag­ger­see bei Lin­gen­feld mein Zelt auf­schlug. Es hät­te mir eigent­lich so klar sein müs­sen, dass die­ser Ort zwi­schen Rhein­aue und Bag­ger­see ein Eldo­ra­do für Mücken ist. Ande­rer­seits hat­te ich einen ande­ren Zelt­platz in der Nähe kate­go­risch aus­ge­schlos­sen, weil nicht nur in Rad­rei­se­fo­ren vor ihm gewarnt wor­den war. Also gab ich mei­nen Leib hin für die Mücken, die noch jetzt nur dar­auf war­ten, dass ich mein Zelt ver­las­se. Aber den Gefal­len wer­de ich ihnen nicht tun. Nicht noch­mal.

Sieben Mücken labten sich für dieses Foto an mir.

Sie­ben Mücken lab­ten sich für die­ses Foto an mir.

Die Tour

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