Gedöns
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Liebster Award

Was ist schon ein Wink mit dem Zaun­pfahl, wenn man auch mit dem gan­zen Zaun win­ken kann? So gese­hen war ich doch recht dank­bar, dass mir Ninet­te nicht gleich zum Zaun griff, son­dern mich nur mit einem Stöck­chen bewarf. Dass die­ses Stöck­chen nun unter dem Namen „Liebs­ter Award“ daher kommt, dafür kann sie nichts und daher sei es ihr auch ver­zie­hen. Letzt­lich geht es doch ohne­hin nur dar­um, ein paar Fra­gen zu beant­wor­ten, ein paar Fra­gen zu stel­len, und so ein paar neue Blogs, alte Sei­ten an neu­en Men­schen und neue Sei­ten an alten Men­schen ken­nen­zu­ler­nen. Oder so. Um ihre (und eure) unstill­ba­re Neu­gier aber nicht ver­hun­gern zu las­sen, will ich ihr herz­lichst für die Beu­le an mei­nem Hin­ter­kopf dan­ken und mich nun der Beant­wor­tung ihrer Fra­gen wid­men.

Ninettes Fragen an mich

1. Warst du im Schulsport immer Teamcaptain, Mittelschicht oder Die Letzte Wahl?™

An guten Tagen war ich die vor­letz­te Wahl, aber sonst … las­sen wir das. Dabei wur­den mei­ne Fähig­kei­ten beim Völ­ker­ball völ­lig unter­schätzt, denn wenn jemand bis zum Ende über­leb­te, dann ich; nicht dass es mir Spaß gemacht hät­te. Mei­ne Stär­ken waren woan­ders – aber Leicht­ath­le­tik ist nun­mal kein Mann­schafts­sport.

2. An welchem Besitz aus deiner Kindheit hängst du noch heute?

Kind­heit ist ja nun auch ein dehn­ba­rer Begriff … zum Glück ist Besitz nicht nume­risch fest­ge­legt, des­we­gen könn­te ich mehr als nur eine Sache benen­nen. Ich will es trotz­dem bei einer Sache belas­sen, die gar kei­ne greif­ba­re Sache ist, zumin­dest nicht direkt: die Erin­ne­rung an Urlaub mit mei­nen Eltern und mei­ner Schwes­ter. Es gibt so vie­le Fotos und sie alle wir­ken so unbe­schwert und sor­gen­frei, egal wie schlecht das Wet­ter auch war.

3. Wartest du auch immer noch auf deinen Brief aus Hogwarts?

Nein, denn ich weiß, dass er nicht kom­men wird. Er ist mir auch gleich, denn ich wer­de der­einst nach Wes­ten zu den Grau­en Anfur­ten rei­sen, wo ein Schiff nach Eres­sea auf mich war­tet.

4. Du bist mit Putin und seinem Bären in einem Raum eingesperrt und darfst macgyverartig nur ein Kondom, eine Regenbogenfahne und einen Kugelschreiber benutzen, um dich zu verteidigen. Erzähl mir deinen Masterplan.

Nur fürs Pro­to­koll: Das ist kei­ne Fra­ge. Davon abge­se­hen ist mein Plan so sim­pel wie effi­zi­ent. Zuerst wer­de ich den Bären mit dem Kugel­schrei­ber so lan­ge piek­sen und sti­cheln, bis er aggres­siv wird, dann ver­ste­cke ich mich blitz­flink hin­ter Putin, der dar­auf­hin vom Bären gefres­sen wird. Wäh­rend der Bär beschäf­tigt ist, schla­ge ich ihn mit der Fah­ne bewusst­los und kna­cke dann mit dem Kugel­schrei­ber das Schloss. Anschlie­ßend blo­ckie­re ich von außen die Tür mit der Regen­bo­gen­fah­ne und gehe mei­ner Wege. Das Kon­dom ste­cke ich ein. Wer weiß schon, wer mich dann erwar­tet. Safer Sex ist wich­tig.

5. Sieht dein Leben gerade so aus, wie du es dir vor 10 Jahren vorgestellt hast?

Nö.

6. Wenn nicht, was ist der Unterschied?

Ich habe kei­ne Ahnung, schon weil ich nicht so weit in die Zukunft geschaut habe, weil Plä­ne oft ohne­hin nur zur Erhei­te­rung ande­rer nütz­lich sind. Viel­leicht woll­te ich mal in eine schrei­ben­de­re Rich­tung gehen, aber momen­tan bin ich schon froh, dass ich schrei­ben und blog­gen kann, weil ich es will, und nicht, weil ich davon leben muss.

7. Wenn ja, bist du glücklich damit?

Joa. Es gibt Tage, da wün­sche ich mir woan­ders zu sein, bevor­zugt auf Rei­sen, aber im Gro­ßen und Gan­zen ist es doch ganz okay, so wie es gekom­men ist. Wer kann schon von sich behaup­ten, dass er sein Hob­by zum Beruf machen konn­te?

8. Mogelst du auch manchmal bei Fragebögen?

Ja, aber nur, wenn ich mich selbst beschei­ßen will.

9. Hast du ein unpopuläres/unbekanntes Hobby?

Wenn mei­ne Vor­lie­be für Barock­opern ein Nischen­hob­by ist, dann ja; aber das ist wohl ziem­lich alters­ab­hän­gig. So vie­le halb­wegs jun­ge Leu­te tref­fe ich in der Oper näm­lich nicht, und wenn, dann zumeist nur in Beglei­tung ihrer Eltern. Was das betrifft, dann habe ich wohl in der Tat ein unbe­kann­tes Hob­by. Eigent­lich scha­de, dass ich damit so allein bin.

10. Was hat deinen Blutdruck zuletzt hochgetrieben?

Men­schen, Men­schen­mas­sen. Es ist so banal, aber ein Sams­tag auf dem Markt in Ven­lo vol­ler Tou­ris­ten und Ein­hei­mi­schen, der stress­te mich doch extrem, dabei muss­te ich dort nichts als her­um­lau­fen und schau­en (und so voll war es gar nicht mal, da habe ich schon Schlim­me­res erlebt).

11. Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten?

Schwie­rig, schwie­rig. Es gibt so eini­ge Fra­gen, die ich ger­ne mal gestellt bekä­me, auf die ich aber kei­ne Ant­wort wüss­te. Es gibt genau­so Fra­gen, auf die ich eine Ant­wort hät­te, die ich aber nie­man­dem außer mir geben möch­te. Bleibt also die Fra­ge nach einer Fra­ge, die ich beant­wor­ten kann und will und wol­len mag. … „Was bereust du am meis­ten?“

Meine Fragen an euch

So. Dies war das. Jetzt ist es an mir, drei bis elf Per­so­nen zu nomi­nie­ren und Fra­gen zu for­mu­lie­ren. Der ein­fa­che Teil ist der mit den Nomi­nier­ten, denn ich wüss­te ger­ne ein paar Gedan­ken von Vera, Patrick und Flo­ris. Kom­pli­zier­ter wird es bei den Fra­gen, denn mehr als elf sol­len es ja nicht sein, obwohl ich so viel mehr am liebs­ten wis­sen möch­te.

Mei­ne Fra­gen sind daher:

  1. Wel­che all­täg­li­che Bana­li­tät zau­bert dir immer wie­der ein Lächeln ins Gesicht?
  2. Wor­über regst du dich stets aufs Neue auf, obwohl du weißt, dass es nichts bringt?
  3. Was wür­dest du ver­mis­sen, wenn es nicht mehr wäre, und war­um?
  4. Wel­chen Wunsch willst du dir die­ses Jahr noch erfül­len?
  5. Wel­chen Wesens­zug, den du an dir beob­ach­ten kannst, fin­dest du so rich­tig gut?
  6. Stell dir vor, du könn­test für einen Monat lang mit der Bahn quer durch Euro­pa fah­ren und dürf­test dar­über ein Buch schrei­ben. Was für ein Buch wür­de es und wel­che fünf Orte müss­ten auf jeden Fall dar­in auf­tau­chen?
  7. Wel­che Zah­len tau­chen immer mal wie­der in dei­nem Leben auf?
  8. Was wür­dest du ger­ne bes­ser kön­nen?
  9. Wie­so soll­te ich in dei­ne Hei­mat­stadt zie­hen?
  10. Wel­che Hand­lung, von der du denkst, dass sie für ande­re tri­vi­al ist, stellt für dich eine Her­aus­for­de­rung dar?
  11. Für wen wür­dest du dich sofort enga­gie­ren, wenn dir der­zeit kei­ne Hin­der­nis­se im Weg stün­den?

Ich bin gespannt auf eure Ant­wor­ten!

PS: Das Logo und eini­ge Alter­na­ti­ven dazu fin­det ihr bei The Glo­bal Aus­sie.
PPS: Ver­sucht ihr auch Ant­wor­ten auf die Fra­gen zu fin­den, die ande­re beant­wor­ten soll­ten?

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