Gedöns
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Was schön war, KW 21/2016

Musik

Was wäre ich nur ohne die Musik? Genau­er: Was wäre ich nur ohne die Barock­mu­sik? Nichts wäre ich, und davon genug. Bei ihr reicht mir oft ein ein­zi­ger Akkord und ich bin wie­der mit der Welt ver­söhnt, schlicht weil er so uner­war­tet kommt und dann auch schon wie­der fort ist. Das Bes­te aber ist: Barock­mu­sik ist sofort da. Sie braucht nicht erst eine hal­be Minu­te, um auf Tou­ren zu kom­men, selbst wenn der Gesang erst spä­ter ein­setzt. Du atmest ein, war­test auf den Ein­satz und los gehts. Direk­ter geht es nicht.

Zeitreise

Eine Rei­se in die eige­ne Ver­gan­gen­heit ist bis­wei­len wie das Staub­saugen unter dem Sofa. Kein Mensch weiß, wel­chen Schatz er letzt­lich fin­den wird. Umso fro­her bin ich, dass unter mei­nem Sofa offen­bar vie­le Fotos und noch mehr Erzäh­lun­gen sind. Mit jedem neu­en Bild und jeder zusätz­li­chen Erin­ne­run­gen wohnt Fami­lie Hem­pel zwar schon län­ger, wo sie halt so wohnt immer grö­ßer. Ich weiß noch nicht, was sich noch alles in ihr ver­birgt, aber her­aus­fin­den möch­te ich es schon.

Landschaft

Da sitzt du im Bus, greifst zum Buch, schaust unver­mit­telt nach drau­ßen und – ZACK! – wun­der­schön. Da kann­ze machen, wat­te willz, da hilft dann nur noch raus­gu­cken. Wer braucht schon ein Buch, wenn drau­ßen so viel zu ent­de­cken ist? Wir soll­ten alle viel öfter mit den Bus­sen fah­ren, die an allen Milch­kan­nen vor­bei zwi­schen zwei Städ­ten ver­keh­ren. Nur nachts wäre eine Direkt­ver­bin­dung manch­mal schö­ner.

Foto: Joa­kin Bern­des – CC-BY-SA – flickr.com

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