Gedöns
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Was schön war, KW 10/2016

Schnee

Eigent­lich war ich schon mit letz­ter Woche zufrie­den, als es plötz­lich schnei­te und ich mal die Zeit hat­te, mei­ne extra dafür ange­schaff­ten Fahr­rad-Win­ter­rei­fen aus­zu­füh­ren, aber nach einer damals sehr epi­schen Run­de bis an den Rand erfro­re­ner Fin­ger, war ich am Mon­tag froh, ein­fach noch mal kurz hin­aus zu kom­men und den weg­rut­schen­den Auto­fah­rern zu zei­gen, was eine Har­ke ist. Auch wenn ich in der Pra­xis ähn­lich mit Spur­rin­nen zu kämp­fen hat­te, war Glät­te hin­ge­gen kein Pro­blem und die Stil­le, die der Schnee über eine so lau­te Stadt wie Wup­per­tal brach­te, war äußerst ange­nehm. Abge­se­hen heben Rad­fah­rer im Schnee wohl die Stim­mung – zumin­dest bei den Fuß­gän­gern. Viel­leicht haben sie mich auch aus­ge­lacht, aber das ist mir egal.

Menschen

Fin­de ich es manch­mal auch beun­ru­hi­gend, dass das Leben als sol­ches nur begrenzt plan­bar ist, wur­de die­ses Mal aus einer fixen Ide­en ein Ereig­nis, für das ich noch jetzt ver­geb­lich um prä­zi­se For­mu­lie­run­gen rin­ge. Sach­lich aus­ge­drückt traf ich mich mit einem Men­schen, dem ich seit eini­ger Zeit bei Twit­ter fol­ge, aber so rich­tig das auch ist, so detail­be­freit ist es bei der Beschrei­bung die­ses Tref­fens.
Natür­lich ver­such­te ich mir schon im Vor­aus einen Plan (oder zumin­dest ein paar Hand­lungs­al­ter­na­ti­ven) zurecht­zu­le­gen, wie ich das immer mache, wenn ich weiß, dass ich in eine mir neue Situa­tio­nen kom­me; auch wenn ich zu recht davon aus­ging, dass mir nichts davon in der kon­kre­ten Situa­ti­on wür­de wei­ter­hel­fen, half es mir doch zumin­dest dabei, nicht all­zu ner­vös zu sein.
Selbst wenn ich igno­rie­re, dass ich stets das Schlimms­ten mal ange­nom­men habe, weil ich dann nur posi­tiv über­rascht wer­den kann, hat die­ses Tref­fen mei­ne Hoff­nun­gen über­trof­fen, denn hin­ter dem Account steckt ein Mensch, der schlicht zu sym­pa­thisch ist, um ihn fort­an igno­rie­ren zu kön­nen.

Wein auf Bier

Was Mund­pro­pa­gan­da im Dezem­ber anlei­er­te, ist nun voll­bracht: Ich bin stol­zer Besit­zer einer Män­ner­hand­tasch Schnor­res. Ich habe acht Fla­schen Bier aus der kleins­ten Braue­rei der Pfalz erwor­ben, sechs wei­te­re, gecrowd­foun­de­te (was für ein schö­nes Wort) end­lich als Weih­nachts­ge­schenk ver­ma­chen kön­nen und beim Früh­schop­pen anläss­lich der Braue­rei­er­öff­nung das eine oder ande­re Bier zu viel getrun­ken, was mich jedoch nicht davon abhielt, abends noch einer Wein­pro­be bei­zu­woh­nen und es dort mit den Brän­den in der letz­ten Run­de zu über­trei­ben. Selbst wenn mir Tei­le des Tages in der Erin­ne­rung feh­len (zum Bei­spiel zwei Tweets, von denen ich mir nicht erklä­ren kann, wie ich die noch ver­fasst habe), war es ein schö­ner Tag. Viel­leicht war er es aber auch gera­de des­halb.

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