Monate: November 2015

Bierprobe #2: Wuppertaler Brauhaus Winterbock dunkel

Im Jahr 2014 trank jede_r Deut­sche durch­schnitt­lich 107 Liter Bier. Nur Erfri­schungs­ge­trän­ke (125,5 Liter), Was­ser (145 Liter) und Boh­nen­kaf­fee (165 Liter) wur­den in noch grö­ße­ren Men­gen ver­nich­tet. Zum Ver­gleich: Milch kam auf gera­de ein­mal 84 Liter und Wein auf gera­de ein­mal knapp 25 Liter. Wäh­rend aber zu jedem Gericht ein pas­sen­der Wein emp­foh­len wird, heißt es bei Bier viel zu oft nur „Haupt­sa­che, es haut rein“ und bis auf weni­ge Aus­nah­men gibt es ent­we­der Pils oder Wei­zen und das völ­lig unab­hän­gig von dem dazu ser­vier­ten Gericht. Dabei gibt es so viel mehr! War­um also soll­te man die­se Viel­falt links lie­gen las­sen und nicht auch Bier einer Ver­kos­tung unter­zie­hen? Eben! Wie schon am Ran­de der letz­ten Bier­pro­be erwähnt, hat­te ich es beim Ein­kauf des Flens­bur­ger Win­ter­bocks nicht bei die­ser einen Fla­sche belas­sen, son­dern nahm – für einen direk­ten Ver­gleich, aus purer Neu­gier­de und wegen prin­zi­pi­ell nicht nach­voll­zieh­ba­ren Lokal­pa­trio­tis­mus­ses – eine Fla­sche feins­ten Win­ter­bocks vom Wup­per­ta­ler Brau­haus mit. Wenn man schon mal eine Braue­rei in der Stadt hat, dann soll­te man sie auch unter­stüt­zen – es sei …

Bierprobe #1: Flensburger Winterbock

Im Jahr 2014 trank jede_r Deut­sche durch­schnitt­lich 107 Liter Bier. Nur Erfri­schungs­ge­trän­ke (125,5 Liter), Was­ser (145 Liter) und Boh­nen­kaf­fee (165 Liter) wur­den in noch grö­ße­ren Men­gen ver­nich­tet. Zum Ver­gleich: Milch kam auf gera­de ein­mal 84 Liter und Wein auf gera­de ein­mal knapp 25 Liter. Wäh­rend aber zu jedem Gericht ein pas­sen­der Wein emp­foh­len wird, heißt es bei Bier viel zu oft nur „Haupt­sa­che, es haut rein“ und bis auf weni­ge Aus­nah­men gibt es ent­we­der Pils oder Wei­zen und das völ­lig unab­hän­gig von dem dazu ser­vier­ten Gericht. Dabei gibt es so viel mehr! War­um also soll­te man die­se Viel­falt links lie­gen las­sen und nicht auch Bier einer Ver­kos­tung unter­zie­hen? Eben! Für den Beginn mei­ner Bier­pro­be woll­te ich mit etwas Ein­fa­chem anfan­gen. Es soll­te süf­fig sein und recht kräf­tig, mehr woll­te ich nicht. Auch aus Grün­den der Sen­ti­men­ta­li­tät ent­schied ich mich für den Flens­bur­ger Win­ter­bock. Dass ich aus Grün­den der Hei­mat­ver­bun­den­heit dazu noch einen Win­ter­bock vom Wup­per­ta­ler Brau­haus kauf­te, ist eine ande­re Geschich­te.

Bier auf Wein? Scheiß drauf!

Wenn man es genau nimmt, habe ich sehr lan­ge kein Bier getrun­ken. Eigent­lich habe ich gar kei­nen Alko­hol kon­su­miert. Aber als ich schon mal damit anfing, dann rich­tig: Kurz vor mei­nem acht­zehn­ten Geburts­tag war ich auf einem ande­ren acht­zehn­ten Geburts­tag ein­ge­la­den und hab mir direk­te­mang gepflegt die Kan­te gege­ben. Okay, so wild war es dann doch nicht – aber ich kann mich nicht mehr dar­an erin­nern, den Papst imi­tiert und als sol­cher getanzt zu haben! (Das ist viel­leicht auch bes­ser so.) Zu mei­nem Acht­zehn­ten bekam ich dann Absinth geschenkt, den guten schwar­zen, acht­zig­pro­zen­ti­gen. Eine gute Ent­schei­dung, wie ich fin­de. Dass ich so lan­ge ohne Alko­hol gelebt habe, hat mit einer Legen­de zu tun, die wie fast jede Legen­de nicht ein­mal im Kern ein Fünk­chen Wahr­heit beinhal­tet. In frü­he­ren Jah­ren haben wir oft Urlaub in Hol­land gemacht (okay, nicht Hol­land, Lim­burg und Flevo­land, um genau zu sein) und Malz­bier moch­te ich schon immer gern. Die Legen­de jeden­falls besagt, dass mein Vater man­gels Nie­­der­län­­disch-Kenn­t­­nis­­sen der­einst ein hel­les Bier mit­brach­te und es mir (nach eige­nem Vor­kos­ten und Wun­dern) …