Gedöns, Gestaltung
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#BlogRelaunch

Nach fast genau fünf Jah­ren hendrykschaefer.de und knapp drei Jah­ren mit Uhso als The­me (auf Grund­la­ge von Bay­lys von elmastudio.de) habe ich mei­nem Blog mal wie­der ein paar neue Kla­mot­ten gegönnt und – wo ich schon mal dabei war – ein wenig auf­ge­räumt. Das heißt aber nicht, dass ich irgend­wel­che Inhal­te gelöscht hät­te; das Gegen­teil ist der Fall. Jetzt gibt es mehr Bil­der, grö­ße­re Bil­der und viel mehr Weiß­raum. Nur die Far­be habe ich ein wenig redu­ziert und das zwar schö­ne, aber irgend­wie unpas­sen­de Logo raus­ge­schmis­sen. Ich bin doch nicht die Kat­zen­ber­ger!

Warum der #BlogRelaunch?

War­um nicht? Scherz bei­sei­te. Mein Blog war in der letz­ten Zeit sehr still. Abge­se­hen davon war es für mich gefühlt zu einem Gemischt­wa­ren­la­den ver­kom­men. Das woll­te ich nicht mehr ertra­gen. Um zu wis­sen, wohin die Rei­se gehen soll, habe ich mir des­we­gen ein paar Fra­gen gestellt, in der Hoff­nung, damit einer Per­spek­ti­ve für mein Blog näher zu kom­men.

Meine erste Frage war: Wer bin ich eigentlich?

Mein Name ist Hen­dryk, ich bin 27, Medi­en­ge­stal­ter von Beruf und Pend­ler mit Bahn und Rad. Ich bin ein poli­tisch den­ken­der Mensch, der dar­an glaubt, dass der eige­ne Vor­teil nicht alles ist, was zäh­len soll­te.

Meine zweite Frage war: Was kann ich eigentlich?

Ich kann Din­ge gestal­ten, vor allem, wenn sie aus Papier sind. Ich kann Fahr­rad fah­ren, lan­ge und weit. Ich kann sach­lich argu­men­tie­ren und dis­ku­tie­ren. An mei­ner Gelas­sen­heit und Zuver­sicht und Geduld haben sich schon man­che die Zäh­ne aus­ge­bis­sen.

Meine dritte Frage war: Was mag ich eigentlich?

Ich mag Kaf­fee. Und Tee. Ich mag mei­nen Job, Din­ge mehr als ein­fach nur schön, son­dern auch gut zu machen. Ich mag es mit der Bahn zu fah­ren, egal was auch pas­siert. Ich mag Fahr­rä­der und Fahr­rad­tou­ren und Urlaub auch. Wer mag Urlaub eigent­lich nicht? Ich mag es, neue (oder auch alte) Ide­en zu dis­ku­tie­ren, wei­ter­zu­spin­nen und Plä­ne zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen. Ich mag das Aben­teu­er.

Meine vierte Frage war: Was will ich eigentlich?

Was ich will? Blog­gen natür­lich. Was nüt­zen mir all die tol­len Erfah­run­gen und Erleb­nis­se, wenn ich sie nicht tei­len kann? Klar kann ich mich an ihnen erfreu­en, aber war­um sol­len nicht auch ande­re dar­an teil­ha­ben kön­nen. Wenn ich schon von auf­re­gen­den Rei­sen erzäh­le und Fotos zei­ge – war­um nicht auch hier? Wenn ich tol­le Bücher nicht nur lesen, son­dern selbst gestal­ten darf – war­um soll soll ich nicht davon erzäh­len?
(Und abge­se­hen davon will ich mir auch wie­der mehr bewusst machen, was ich alles erle­be – und dafür will ich es doku­men­tie­ren.)

Mit dem Wis­sen konn­te ich mein Blog ein wenig auf­räu­men und neue Kate­go­ri­en schaf­fen.

Wie sieht der #BlogRelaunch aus?

So sieht das neue Theme aus.

So sieht das neue The­me aus.

Die offen­sicht­lichs­te Ver­än­de­rung ist ein neu­es Design. Ich gebe zu, es ist noch nicht ganz fer­tig, aber bevor ich es totop­ti­mier­te, woll­te ich es über­haupt erst ein­mal am lau­fen und im Ein­satz wis­sen. In der nächs­ten Zeit wird es noch hier und da ein paar Ver­bes­se­run­gen geben, aber das Gros der Arbeit ist geschafft.
Im nächs­ten Schritt fiel das alte Logo weg. Ich mag es zwar immer noch, aber es passt nicht zu mir. Es war eine Gestal­tungs­auf­ga­be aus der Berufs­schu­le, auf die ich auf­grund der Schwie­rig­keit ziem­lich stolz war, da mir eine anspre­chen­de Lösung gelun­gen war, aber das war letzt­lich doch nicht ich. Abge­se­hen davon bin ich gegen Kat­zen­haar all­er­gisch. Statt­des­sen prangt da oben links jetzt mein Name in mei­ner Hand­schrift, die mir sehr gefällt (wenn ich sie mal lesen kann). Das bin hun­dert­pro­zen­tig ich, und selbst die Far­be ent­spricht fast der Tin­te in mei­nem Fül­ler.
Als wei­te­re wesent­li­che Ver­än­de­rung habe ich mir – und damit euch – grö­ße­re Bil­der gegönnt. Fotos sind so ein tol­les Medi­um, das so viel trans­por­tie­ren kann, wofür ich mir erst einen Wolf schrei­ben müss­te, da soll­ten sie auch die Auf­merk­sam­keit bekom­men kön­nen, die ihnen zuste­hen soll­te – und das sind mehr als die 150 mal 150 Pixel, die ein Arti­kel­bild vor­her hat­te.
Nicht zuletzt gab es einen Satz neu­er Schrif­ten. Nichts gegen die Gan­dhi Sans und die Gan­dhi Serif, die ich bis­her im Ein­satz hat­te, aber nach mei­nem Emp­fin­den hat­ten sie sich abge­nutzt und pass­ten nicht mehr. Außer­dem pass­ten sie in ihrer Kom­bi­na­ti­on (seri­fen­los im Fließ­text, mit Seri­fen in der Über­schrift) nicht mehr zu mei­nem erzäh­le­ri­sche­ren Ansatz. Sie wirk­ten mir bei­den zu kühl in ihrer Anmu­tung. Gut, ein Blog, das pri­mär weiß, tür­kis und schwarz nutzt, wür­de ich jetzt auch nicht unbe­dingt als warm bezeich­nen, aber die­sen leich­ten Touch Herz­lich­keit, der da fehl­te, den bringt jetzt die Schrift ins Spiel. (So gese­hen bin auch das wie­der ich.) FÜr die­sen Zweck pas­send erwies sich letzt­lich nur eine Schrifts­ip­pe: die „Freight“-Familie von Josh Darden. Ihre Seri­fen-Vari­an­te „Freight Text“ erin­nert einer­seits an frü­he Zei­ten der Schrift­ent­wick­lung, ist aber gleich­zei­tig hin­rei­chend auf gute Leser­lich­keit in klei­nen Grö­ßen getrimmt, dass sie mir auch in gro­ßen Grö­ßen als ange­nehm robust gefällt. Die „Freight Sans“ trägt genau die­ses Gefühl in die seri­fen­lo­se Welt und wirkt damit erstaun­li­cher­wei­se ziem­lich jung.

Danach galt es, eine pas­sen­de Struk­tur zu schaf­fen, die auch die Inhal­te abbil­den kann, die mir wich­tig sind. Des­halb gibt es neue Kate­go­ri­en, die zum Glück hin­rei­chend fle­xi­bel sind, dass ich immer noch vie­les schrei­ben kann. Dass es „Gestal­tung“, „Fietsen“, „Gesell­schaft“ und „Gedöns“ wur­den, hat dabei sei­ne guten Grün­de.
Gestal­tung ist mehr als nur die rei­ne Umset­zung von Design­skiz­zen, denn sie erfasst – nach mei­nem Ver­ständ­nis – auch den Pro­zess der Ide­en­fin­dung, also das fin­den des pas­sen­den Pro­dukts zum Kun­den und zur Ziel­grup­pe. Fietsen sind einer­seits Fahr­rä­der, ist aber ande­rer­seits auch die Tätig­keit des Fahr­rad­fah­rens. Da das Fahr­rad mein Haupt­rei­se­mit­tel ist, steht das Fietsen hier stell­ve­tre­tend für alles rund ums Rad, aber auch für Rei­se- und Aus­flugs­be­richt – denn gleich­wohl ich zur Arbeit mehr Kilo­me­ter mit der Bahn zurück­le­ge, liegt mir mehr am Rad.
Gesell­schaft steht für die Din­ge, die uns alle betref­fen (mehr oder weni­ger), für Din­ge, die mich in einen Kon­text mit ande­ren brin­gen – also letzt­lich für alles. Selbst Gestal­tung betrifft die Gesell­schaft, aber in die­ser Rubrik soll es mir mehr um gesell­schaft­li­che Beob­ach­tun­gen und Ver­än­de­run­gen gehen.
Gedöns ist das, was bleibt. In ers­ter Lini­en sind es aber per­sön­li­che Beob­ach­tun­gen, in zwei­ter Linie ist es das, was anders­wo nicht passt, ich aber den­noch nicht unge­sagt wis­sen möch­te.

Mit dem Gesamt­er­geb­nis bin ich ziem­lich zufrie­den, gleich­wohl noch nicht alles per­fekt ist. Aber immer­hin kann es jetzt wie­der wei­ter­ge­hen. Immer­hin kann ich jetzt wie­der wei­ter­ma­chen. Die Moti­va­ti­on, die so ein Relaunch mit sich bringt, kann wah­re Wun­der wir­ken.

Wie gefällt es euch?

Foto: ednlCC-BY – flickr.com

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