Gesellschaft
Schreibe einen Kommentar

Eine Zumutung – für uns alle

Foto: Daniel Müller – Photojournalism (CC-BY-NC-SA) - flickr.com

So, so. Eine „Zumutung für die deutschen Steuerzahler“ soll es also sein, dass Flüchtlinge, die in Italien und Griechenland ankommen, in die anderen EU-Länder weitergeleitet werden, sagt Herr Herrmann von der CSU. So, so.
Ja, in der ganzen Debatte um Migration und Flucht und Asyl gibt es Zumutungen, weit mehr als man sieht, aber wenn man sich die Asylgesetzgebung in der EU anschaut, dann ist das ja wohl die kleinste Zumutung.

Wo kommen denn die ganzen Flüchtlinge zuerst an? Doch wohl sicher nicht in Deutschland. Und wo nur können sie gesetzmäßig Asyl beantragen, Dublin-II-Abkommen sei Dank? In dem EU-Staat, in dem sie zuerst angekommen sind. Und das ist sicher nicht Deutschland (es sei denn, sie sind von Syrien durch Mittelmeer, Atlantik und Nordsee in Cuxhaven gestrandet).
Die wahre Zumutung ist doch wohl eher die, dass Länder wie Deutschland sich im Herzen der EU verbarrikadieren und Aufgaben und Kosten den Ländern (und somit auch den dortigen Steuerzahlern) überlassen können, die die EU-Außengrenze bilden.

Diesen Text habe ich nur um Links ergänzt. Ansonsten entspricht er meinem Post bei Facebook.

Foto: Daniel Müller – Photojournalism – CC-BY-NC-SA – flickr.com

Teilt meinen Text
Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *