Gedöns
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Was soll nach Brot noch kommen?

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Ich weiß, ich weiß. Außer den Links vom Rhein passiert hier derzeit nicht viel, und wenn doch, dann hat es nicht unbedingt mit Design und Medienwandel zu tun, sondern mit Essen. Sei es drum. Was könnt ihr dafür, dass ich derzeit mal wieder nichts als backe? Nichts. Nur ausbaden könnt ihr es. Andererseits sollt ihr natürlich auch nicht ganz traurig von dannen gehen müssen, denn auch für euch springt dabei etwas herum. Was haltet ihr von guter, selbstgemachter Pizza?
Lisa war es, die mich darauf stieß, dass ich da doch dringend mal etwas verbloggen müsste, und ich redete mich damit raus, dass ich noch kein Foto hätte. Das war zwar korrekt, aber wozu bäckt man schon und hat eine Kamera, um nicht diesen Missstand zu beheben? Wenn ihr ihr also danken wollt: Ladet sie mal auf eine Pizza ein. Das Rezept bekommt ihr frei Haus.

Pizza kann jeder: Packung auf, rein in den Ofen, warten … STOPP! So nicht.
Fertigteig und Pizzasauce aus dem Glas – nicht mit mir. Well, wenn es schnell gehen muss, ist es auch noch eine Notlösung, aber wenn es gut werden soll, dann mache ich Pizza nur noch selbst, denn es ist nicht schwer. Es braucht nur ein wenig Mehl, Salz, Wasser, Öl und Hefe – und Geduld. Wer keine Geduld hat, kann aber auch mehr Hefe nehmen; das schmeckt man dann aber auch mit ein wenig Erfahrung. In meinem Rezept verwende ich lediglich einen Viertel Würfel Hefe (also rund zehn Gramm, woran Lutz Geißler vom Plötzblog nicht unschuldig ist) und lasse den Teig dafür vier Stunden gehen. Ein ganzer Würfel Hefe bläst den Teig in einer guten halben Stunde auf das gleiche Volumen auf.
Der eigentliche Trick aber, der Pizza zu etwas Besonderem macht, ist aber ein anderer: Es ist die Hitze. Wer schon mal in einer Pizzeria darauf wartete, dass seine Pizza zum Mitnehmen fertig wurde, hatte vielleicht schon mal das Glück, einen Blicka auf den Pizzaofen zu erhaschen. Die Temperaturen da drin sind jenseits von Gut und Böse, und auch wenn das ein handelsüblicher Backofen selten schafft, so könnt ihr zumindest versuchen, da heran zu kommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Boden ist leicht und knusprig und der Belag noch frisch und saftig.

PS: Vergesst mir den Oregano nicht.

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2 Kommentare

  1. Hey Hendryk,

    ein sehr schöner Beitrag! :) Genauso machen wir unsere Pizza auch seit Jahren — wobei wir die Mengen nicht abwiegen sondern so pi mal Daumen reinhauen, irgendwann hat man das im Gefühl. :D

    Zweite Abweichung zu deinem Rezept: Wir machen keinen Zucker in die Sauce. Den kann man sich meiner Meinung nach getrost schenken. ;)

    Womit Du absolut Recht hast ist die Hitze. Die ist wirklich das A und O für ne gute Pizza — egal welches Rezept man verwendet. :)

    • Hej Friederike,

      danke für deinen Kommentar. Ich bin ein Mann, ich habe kein Gefühl. :D
      Scherz beiseite. Abgesehen davon, dass ich das Rezept noch nicht oft genug für „im Schlaf“ gemacht habe, komme ich eher aus der Brot- und Torten-Fraktion, und da ist Präzision das A und O. Auch den Zucker kann ich nicht weglassen, aber das habe ich noch von Omma und dem Spargel, der gibt der Sauce den letzten Schliff. Das ist aber auch eine Frage der Tomaten. Der nächste Evolutionsschritt wäre dann eine Tomatensauce auf der Basis frischer Tomaten.

      Wenn ich jetzt noch so einen echten Pizzaofen hätte, wo mehr als nur eine Pizza zugleich hinein passte … aber ich will ja nicht abheben. Zumindest nicht so.

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