Gedöns, Links aus dem Designtal
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Warum es derzeit keine Links vom Rhein gibt

Logo Links vom Rhein

Mein Morgen ist ruiniert. Nicht nur heute morgen, nein, auch die ganzen letzten Tage schon haben alle doof angefangen, denn es gab keine Links vom Rhein. Sie fehlen mir selbst, die Links vom Rhein, denn ohne sie ist mein ganzer morgendlicher Ablauf über den Haufen geworfen. Und wer hat daran Schuld? Ich allein, denn es war meine Idee. Gut, davon, eine Idee gehabt zu haben, kann keine Rede sein. Eher sollte ich sagen: Ich hatte keine Idee.

Als jemand, der der Arbeit wegen pendelt, habe ich morgens in der Theorie viel Zeit. Dafür klingelt mein Wecker aber auch schon viel zu früh. Ich fahre also mit dem Rad zum Bahnhof, steige in die Bahn, um eine knappe Stunde am Stück zu fahren und dann wieder aufs Rad zu wechseln. Anstatt aus dem Fenster zu schauen oder ein Buch zu lesen, zücke ich dann in der Regel mein Smartphone und stöpsele es an mein Notebook, um dann feedly abzugrasen, Pocket (wohin ich im Tagesverlauf schon mal ab und zu recht lange Texte verschiebe, wenn ich sie nicht am Stück lesen kann) zu durchkämmen oder anderweitig gefundene Links zu lesen.

Das geht an sich recht gut und passt auch gut zu meinem Mobilfunkvertrag – außer wenn man (also ich) vergisst, für unterwegs die Dropbox-Synchronisation zu deaktivieren. Dann nämlich kann es passieren, dass sich mal eben rund ein Gigabyte an neuen Daten auf den Rechner ablegen wollen und ZACK! – ist das inklusidierte Volumen aufgebraucht und die Surfgeschwindigkeit gedrosselt.

Auf einer Strecke quer durch’s Ruhrgebiet (und da ist es egal, auf welcher) ist das fatal. Gibt es dort eh schon mehr Löcher im Netz als im vom Bergbau zerfressenen Boden unter ihm, so hat man jetzt noch nicht einmal mehr die Zeit, auch nur irgendeine Seite halbwegs fertig zu laden. Im Ergebnis heißt das: keine Links vom Rhein, da ich selbst nichts zum Lesen bekomme. Wenn dies nicht die einzige wirklich gut nutzbare Zeit für mich wäre, wäre das alles auch kein Problem. So hingegen müsst ihr darben, und ich – ich bearbeite Bilder, entwickle ein Konzept für ein Fahrrad-Magazin, das mir am Markt fehlt (das ich aber trotzdem wohl nicht umsetzen werde, weil mir die Courage fehlt) und komme mit meinen Mitpendlerinnen und Mitpendlern ins Gespräch.

Es wird also höchste Zeit, dass ich wieder schnelles Internet bekomme. Immerhin: Heute ist der letzte Tag des Abrechnungszeitsraums. Morgen wird dann alles wieder gut.

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