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Wie die Korkenzieher – mit dem Fahrrad über eine Bahntrasse

Bilder einer Odyssee, Teil 1: Eindrücke aus dem Auenland. (Bildbeschreibung: Im Wald steht links ein massiver Baum, rechts eine Lichtung mit grüner Wiese, die von der hinter dem Baum versteckten Abendsonne leicht golden schimmert.)

Bilder einer Odyssee, Teil 1: Eindrücke aus dem Auenland.

Ich weiß gar nicht mehr, wie genau es anfing. Früher, als ich noch ein Steppke war, hatte ich natürlich ein Fahrrad. Auch später fuhr ich noch ab und an mit dem Rad, es war mittlerweile ein neongelbes Mountainbike, welches noch immer existiert, aber mittlerweile munter im Schuppen bei meinen Eltern vor sich hin rostet. Shame on me! Jedenfalls entschloss ich mich Jahre später – nach einem Auszug und diversen Umzügen –, mein BAFöG in ein neues Fahrrad zu investieren und gönnte mir einen neuen Drahtesel. Es war mir damals ein inneres Bedürfnis und seitdem kann ich irgendwie nicht mehr ohne Fahrrad. Ich fahre sogar mit dem Rad zur Arbeit, zwei- bis fünfmal pro Woche, je nachdem, wie ich gerade Uni habe. Man könnte also sagen, ich bin ein wenig dem Fahrradvirus anheim gefallen.

Das einzige, was gegen dieses furchtbare Leiden hilft, sind leider Radtouren – welch ein Jammer! Somit ergab es sich, dass ich gestern das wunderbare Wetter nutzte, um einen leichtsinnigen Plan zu schmieden.

… im Westen wird sie untergehen – auch in Gräfrath. (Bildbeschreibung: Im Kern maisgelber Sonnenuntergang mit ins rötliche übergehendem Himmelsumfeld über einem von links nach rechts leicht abfallenden Hügel mit grüner Wiese. Das Gestrüpp im Vordergrund ist ebenso wie die von links und rechts ins Bild ragenden Äste aufgrund des fahlen Lichts schon schwarz.)

… im Westen wird sie untergehen – auch in Gräfrath.

Ich wollte endlich einmal die Korkenziehertrasse – einen aufgegebene und mehr oder weniger zu einem Radweg umgebaute Eisenbahntrasse – abfahren. Nun ist es aber so, dass diese Korkenziehertrasse nicht unbedingt um die Ecke ist. Ich musste also erst einmal von Düsseldorf nach Solingen fahren, wollte dann von dort die gesamte Trasse entlang fahren und dann vom Endpunkt in Wuppertal-Vohwinkel wieder gen Rhein radeln, summa summarum 60 Kilometer.

Nun sollte man meinen, dass das jetzt nicht unbedingt die Welt ist. Ist es ja auch nicht. Allerdings kamen doch ein paar Faktoren zum Tragen, die den Ausflug dann doch zu einer kleinen Weltreise werden ließ. Langer Rede kurzer Sinn: Ich war zu dünn bekleidet, hatte Patzer in der Routenplanung gemacht und war auch sonst eher schlecht als recht vorbereitet (wie das bei spontanen Entscheidungen oft so ist). Also brach ich die Tour in Vohwinkel ab, wärmte mich bei einer Pizza im Durchzug auf und fuhr dann mit der Bahn zurück.

Das einzige, was ich von dieser Odyssee mitbringen konnte, war (neben zwei lausigen Fotos) also jede Menge Erfahrung.

Zur Tour

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