Gedöns
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Bald hier: Gute Schriften für kein Geld der Welt

Anatomie der Buchstaben: Öffnung (aperture), Punze (eye) und Ohr (ear).

Ana­to­mie der Buch­sta­ben: Öff­nung (aper­tu­re), Pun­ze (eye) und Ohr (ear). – Bild: Mike Ashton/flickr.com, CC-BY 2.0

Kos­ten­lo­se Schrif­ten gibt es wie Sand am Meer. Allei­ne dafont.com ver­zeich­net über 22.000 ver­schie­de­ne Schrif­ten. Zwi­schen 2004 und 2006 war es Ger­rit van Aaken, der sich die Zeit nahm und sei­ne Exper­ti­se in die Waag­scha­le warf, um den Free­font-Dschun­gel zu lich­ten und die wah­ren Schät­ze, die sich zwi­schen die­ser Viel­zahl an Schrif­ten ver­steck­ten, aus­fin­dig zu machen und vor­zu­stel­len.

Dabei merk­te er selbst spä­ter an, dass sich die­se Schrift­por­träts, obgleich sie schon so alt waren, einer ste­tig stei­gen­den Beliebt­heit erfreu­ten. Lei­der ver­öf­ent­lich­te er aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den seit­her bis auf einen wirk­lich guten, hilf­rei­chen Über­blick über seri­fen­lo­se Schrift­fa­mi­li­en kei­ne wei­te­ren Por­träts.

Da ich aber selbst fest­stel­len muss­te, wie sehr mir so ein Weg­wei­ser zu den guten kos­ten­lo­sen Schrif­ten fehlt, möch­te ich an sei­ne Tra­di­ti­on anknüp­fen und künf­tig selbst einen Free­font im Monat vor­stel­len. Es geht mir dabei eben­falls um Klas­se statt Mas­se. Das heißt: Ihr wer­det hier kei­ne Lis­ten à la „Die 2000 bes­ten Free­fonts“ fin­den. Wich­tig ist mir vor allem die viel­sei­ti­ge Ein­setz­bar­keit, dar­um wer­det ihr eher nicht (ich will es nicht aus­schlie­ßen) einen ein­zi­gen, aus­ge­fal­le­nen Schrift­schnitt fin­den.

Mei­ne Kri­te­ri­en für die Aus­wahl zum Free­font des Monats sind:

  1. Der Free­font des Monats muss min­des­tens vier Schrift­schnit­te besit­zen, die einen all­täg­li­chen Ein­satz ermög­li­chen (z.B. nor­mal, kur­siv, fett, fett-kur­siv). Ohne Kur­si­ve wird es schon schwie­rig, aber mach­bar ist es den­noch.
  2. Der Free­font des Monats muss (fast) alle in Mit­tel­eu­ro­pa erfor­der­li­chen Son­der­zei­chen umfas­sen (also Umlau­te, Akzent­buch­sta­ben, Wäh­rungs­sym­bo­le). Das Eszett ist ver­pflich­tend, Eth und Thorn wären nett zu haben.
  3. Der Free­font des Monats muss Zif­fern haben. Was nützt mir eine Brot­schrift, wenn sie ver­sagt, weil ich eine Jah­res­zahl set­zen muss?

Thus said wer­den wahr­schein­lich nicht mehr vie­le Schrif­ten übrig blei­ben, aus denen ich wäh­len kann, denn ich möch­te schon ger­ne recht neue Schrif­ten aus­wäh­len und nicht auf Ver­öf­fent­li­chun­gen aus den letz­ten Jah­ren zurück­grei­fen.

Doch genug der Vor­re­de. Ab Mit­te des Monats geht es los.

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