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Ich nenne ihn „November“

So schön ist der November.

Den­ke ich an Herbst­wet­ter, so fal­len mir immer zwei Stim­mun­gen gleich­zei­tig ein: gol­de­ner Herbst und usse­li­ger Novem­ber.
Es hat schon einen ganz beson­de­ren Reiz, durch Wäl­der zu lau­fen oder auf sie zu bli­cken, wenn sie ihren Weg vom som­mer­li­chen Grün zum ver­wel­ken­den Braun gehen. Es ist auch immer wie­der bezau­bernd schön, durch Wein­ber­ge zu strei­fen, wenn die Zeit der Ern­te naht. Wie schön ist es, durch Wind und Regen zu stap­fen und danach glück­lich und erschöpft einen Tas­se hei­ßen Tees trin­ken zu kön­nen. Aber wenn sich dann der Him­mel den gan­zen Tag lang weder für Son­nen­schein noch Schau­er öff­nen mag, son­dern nur aller­feins­ter Nie­sel­re­gen mich umgibt – nicht nass genug für rich­ti­gen Regen, nicht dicht genug für Nebel –, wenn es noch nicht zum Frie­ren kalt ist, wenn kein Wind­hauch weht, son­dern nur die­se win­zi­gen Tröpf­chen in der Luft hän­gen, wenn alles Grau in Grau scheint, dann geht mein Herz so rich­tig auf und die ver­blei­ben­den Far­ben fan­gen an zu leuch­ten.

So schön ist der November.
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