Gedöns
Schreibe einen Kommentar

20 Dinge über mich

Was tut man nicht alles, um wie­der in einen für mich erträg­li­chen Blo­grhyth­mus zu kom­men. Jetzt ist es also ein Stöck­chen, wel­ches ich schon so oft sah, mich aber erst bei Domi­nic davon über­zeug­te, es auch mal in die Hand zu neh­men.

1. Ich tu nach außen viel selbstsicherer als ich bin

Viel­leicht wir­ke ich auf euch wie jemand, der weiß, was er will. Das ist aber wohl auch alles, was mir wirk­lich gut gelingt.

2. Ich hänge sehr an Maria Weiß

Es ist nur Geschirr. Nur? Es ist das schöns­te Geschirr, das jemals ent­wi­ckelt wur­de. Dass es bei mei­nen Groß­el­tern und bei mei­nen Eltern nur zu beson­de­ren Tagen auf den Tisch kam, hat sicher­lich dazu bei­ge­tra­gen, dass ich es mythisch über­hö­he.

3. Ich singe oft und gerne höher als es mir meine nicht vorhandene Gesangsausbildung erlaubt

Tenö­re gibt es wie Sand am Meer. Hät­te ich Zeit und Geld für Gesangs­stun­den, wäre ich auf dem Weg zum Coun­ter­te­nor. Schuld dar­an ist nur der Bos­sa Nova Hen­ry Pur­cells „Dido and Aene­as“.

4. Ich kann keinen Small Talk führen

Da bin ich abso­lut unfä­hig. Dafür kann ich super mit ande­ren schwei­gen.

5. Ich würde gerne so viel mehr als ich gerade kann und kann mich damit nicht abfinden

Get over it. … I can’t.

6. Ich bin gerne ganz für mich allein

Es gibt nichts Schö­ne­res für mich als manch­mal fern von jeder Men­schen­see­le zu wan­deln.

7. Ich habe einen Roman in der Schublade liegen

Ich schrei­be schon seit 2008 an ihm, aber lei­der ist er noch nicht fer­tig. Mir fehlt ein­fach noch so viel und stän­dig schmei­ße ich alles um. Nur die Aus­gangs­si­tua­ti­on ist seit jeher die­sel­be.

8. Ich hasse Spiele und Sketche auf Familienfeiern, schreibe aber dennoch selbst welche

Nichts fin­de ich schlim­mer, als pein­li­che, ent­blö­ßen­de Sket­che und Spie­le, die das Geburts­tags­kind über sich erge­hen las­sen muss. Offen­sicht­lich ist das mein Weg dage­gen vor­zu­ge­hen.

9. Ich kann es absolut nicht leiden, wenn mich der Gruppenzwang dazu treibt über eine rote Ampel zu gehen

Ich bin ande­rer­seits aber auch sel­ten selbst­be­wusst genug, um dann ein­fach ste­hen­zu­blei­ben.

10. Ich hätte meine Oma beinahe mal zu einem Sprung aus dem dritten Stock im Altbau gebracht

Ich selbst weiß davon nichts mehr, muss aber mal auf der Arbeits­plat­te in ihrer Küche bei offe­nem Fens­ter her­um­ge­turnt haben. Sie sagt stets, wäre ich gefal­len, wäre sie hin­ter­her gesprun­gen.

11. Ich habe mal bei Audi in Neckarsulm gearbeitet

Okay … es war nur bei der Fir­ma mei­nes Onkels, die dort den in einer neu gebau­ten Hal­le den frisch geleg­ten Est­rich schlei­fen soll­te, aber es war anstren­gen­de kör­per­li­che Arbeit. Allein wegen des geis­ti­gen Leer­laufs den ich dadurch hat­te, wür­de ich es ger­ne mal wie­der tun.

12. Ich fahre am liebsten im Dunklen Fahrrad

Nur ich und das Schein­wer­fer­licht. Sie­he Punkt 6. Lei­der bin ich sel­ten ganz allein auf der Stra­ße.

13. Ich bin ein absoluter Typonerd

Es gibt nichts, was mich Designs schnel­ler ver­ur­tei­len lässt als schlecht gesetz­ter Text und eine schlud­ri­ge Schrift­wahl. Ich ste­he vor Fahr­kar­ten­au­to­ma­ten und ana­ly­sie­re die ein­ge­setz­ten Schrif­ten.

14. Ich liebe Dialekte, verstehe sie auch, kann aber keinen einzigen sprechen

Das hat man wohl davon, wenn der Vater aus der Pfalz kommt und man selbst im Ruhr­ge­biet auf­wächst.

15. Ich mache Dinge lieber gar nicht als falsch

Per­fek­tio­nis­mus vs. Schüch­tern­heit. Oft gehen bei­de bei mir Hand in Hand.

16. Ich melde mich nicht. Nie. Naja, fast.

Kon­takt­pfle­ge? Ein­fach mal nach­ha­ken, wie es einem geht? Zurück­ru­fen? Alles nicht so mein Ding.

17. Ich mag Kirchen

Auch wenn ich nicht an einen Gott glau­be, hält mich mei­ne Hal­tung nicht davon ab, Kir­chen aus archi­tek­to­ni­scher und his­to­ri­scher Sicht für beein­dru­cken­de Bau­wer­ke zu hal­ten und sie des­we­gen immer wie­der auf­zu­su­chen.

18. Ich führe gerne mal länger mit dem Fahrrad in den Urlaub

Ein­mal quer durch Deutsch­land, nur mein Fahr­rad, mein Freund, mein Zelt und ich – irgend­wann schaf­fe ich das auch noch, sechs Wochen Som­mer­ur­laub am Stück.

19. Ich kann deutsche Kurrentschrift lesen

Das ist auch nur Fol­ge des­sen, dass mei­ne Fami­lie immer irgend­wen hat­te, der sich für Stamm­bäu­me und die dazu­ge­hö­ri­gen Doku­men­te inter­es­sier­te und zufäl­li­ger­wei­se gera­de da war, wenn ich es auch war.

20. Ich kann jederzeit Weihnachtslieder hören

So wie ande­re ganz plötz­lich einen star­ken Drang nach Scho­ko­la­de ver­spü­ren, brau­che ich manch­mal ganz unver­mit­telt Weih­nachts­mu­sik. Was fast immer hilft, ist dabei „Ich steh an dei­ner Krip­pen hier“ von Johann Eccard.

Teilt mei­nen Text
Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.