Gedöns
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Damit niemand vergisst.

Die­sen Bei­trag hat­te ich am 8. Janu­ar 2012 um 16.50 Uhr fer­tig­ge­stellt und ihn aus damals gege­be­nem Anlass für das Erschei­nen ein Jahr spä­ter vor­be­rei­tet. Jetzt ist es soweit.

Wir hat­ten da mal einen Bun­des­prä­si­den­ten, Chris­ti­an Wulff war sein Name. Vor rund einem Jahr wur­den „plötz­lich“ (so plötz­lich wie das geht, wenn die BILD ihre Fin­ger im Spiel hat) Vor­wür­fe laut, er hät­te den Kre­dit sei­nes Hau­ses nicht ordent­lich erhal­ten. Scheib­chen­wei­se kamen wei­te­re Details ans Licht, so dass aus einer ver­meint­li­chen Klei­nig­keit, die zumin­dest frag­wür­di­ge Geschäfts­prak­ti­ken offen­bar­te, eine „Affä­re“ wur­de, über die die Bun­des­re­pu­blik (auch weil alles nur in Ein­zel­tei­len offen­bart bzw. ent­hüllt wur­de) wochen­lang dis­ku­tier­te, obwohl es Wich­ti­ge­res zu dis­ku­tie­ren gege­ben hät­te. Man hät­te über die neue Ver­fas­sung in Ungarn und die dor­ti­gen wirt­schaft­li­chen Pro­ble­me dis­ku­tie­ren kön­nen. Man hät­te immer noch über die Schul­den­kri­se reden kön­nen. Man hät­te über die Revo­lu­ti­ons­ver­su­che in Syri­en reden kön­nen oder über die Demons­tra­tio­nen gegen die rus­si­sche Regie­rung oder über den Kul­tur­kampf in Isra­el oder über so vie­les ande­re, man tat es aber nicht und dann mein­te ein Bun­des­prä­si­dent ziem­lich arro­gant (wenn auch wohl nicht ganz so falsch lie­gend), sei­ne Affä­re wür­de in einem Jahr ver­ges­sen sein.
Hier­mit will ich das Gegen­teil auf­zei­gen. Nichts ist ver­ges­sen, Herr Wulff. Viel­leicht ist es im Rück­blick durch das ver­meint­li­che Ver­ges­sen ins rich­ti­ge Welt­ver­hält­nis gerückt wor­den – aber ver­ges­sen wer­de ich es nicht.

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