Andauernd verzogen
von Dogma Pillenknick am 15. Februar 2012
Versteht mich nicht falsch, ich fühle mich hier absolut zuhause – nur eben noch nicht ganz wohl. Dabei könnte es so einfach sein, hätte es so einfach sein können. Wir waren eingezogen, richteten uns häuslich ein, begannen es gemütlich zu machen – als Ende November die ersten kalten Wintertage einbrachen und ein pilziger Mitbewohner sich bei uns einrichtete. Damit war es mit der Gemütlichkeit vorbei, die Küche – ausgerechnet unsere große Küche, unser Wohnraum, Herz der Wohnung – wurde zum Schlachtfeld gegen den Schimmel, verschwand wieder in die Kisten, die wir gerade erst in den Keller gebracht hatten, und blieb da auch bis Ende Januar (es waren ja schon die Handwerker ausgebucht und dann kam auch noch der Jahreswechsel).
Jetzt steht zumindest die Küche wieder an ihrem Platz und auch die Lebensmittel und grundlegenden Mordwaffen (Töpfe, Pfannen, Messer, Gabel, Schere, Nudelholz) sind wieder eingeräumt, doch die Wunden sind noch nicht geleckt. Die Klausurenphase steht an (ich weiß, das ist bei einer Klausur ein Euphemismus, aber ich habe ja auch eine 40-Stunden-Woche), und dann kommt meine Abschlussprüfung, und die Reste der Küche stehen noch hier und da so herum, und eigentlich wäre das ganze Chaos eigentlich an einem Tag problemlos zu beseitigen und an einem weiteren könnte man es zumindest grundgemütlich machen, allein ich stehe hier in den Ruinen und finde einfach nicht die Zeit, die Trümmer wegzutragen und etwas Neues, Wundervolles aus ihnen zu schaffen.
Seht mir also nach, dass ich nach fast einem halben Jahr in der neuen Wohnung noch immer nicht da bin, wo ich gerne wäre. Es fehlen nur zwei Tage. Vielleicht finde ich die ja bis Ende Mai.
Wenn alles klappt, feiern wir dann ein großes Fest am 31. Mai 2012: meine bestandene Abschlussprüfung, eine gemütliche Wohnung – und den 250. Tag nach dem Umzug. Ich gebe mein Bestes, dass zumindest das gelingt.
Life is what happens to you while you’re busy making other plans.
10 Kommentare
Ich drücke die Daumen!
von Sabine Engelhardt am 15. Februar 2012 um 01:23. #
Merzig. :-)
von Dogma Pillenknick am 15. Februar 2012 um 01:35. #
Hendryk, du schreibst: »Es fehlen nur zwei Tage. Vielleicht finde ich die ja bis Ende Mai.« — Wenn dein Freund hilft, werden aus zwei Tagen nur ein Tag. Oder ist er so ein Haushaltsmuffel dass er alles an dir hängen lässt?
von Patrick am 15. Februar 2012 um 07:19. #
Da ich das alles mitbedacht habe, sind es nur zwei Tage. Allein wären es eher vier bis fünf Tage – und ich kann ja ihn auch nicht nach meinen Vorstellungen alles machen lassen.
von Dogma Pillenknick am 15. Februar 2012 um 09:03. #
Drücke die Daumen — und das gleich doppelt! Zum einen, dass Eure Pläne aufgehen und zum anderen dass auch ein Tag bleibt, an dem ihr zu meiner Wohnungseinweihung kommen könnt. :)
von Dominic am 15. Februar 2012 um 11:35. #
Schankedön. Bis dato sehe ich (bis auf die mir zueigen gemacht wordende Zeitnot, die kein Grund ist) keine Hindernisse. ;-)
von Dogma Pillenknick am 15. Februar 2012 um 16:47. #
Mit zwei helfenden Hobbithänden wären es vielleicht nur noch anderthalb? Hier ist soviel überschüssige Zeit, irgendwie muss ich damit doch was Sinnvolles tun.
von Ninette am 15. Februar 2012 um 19:41. #
Nützt ja alles nix, so lange ich nicht auch Zeit habe, und das ist der Knackpunkt. Aber schankedön für das Angebot.
von Dogma Pillenknick am 16. Februar 2012 um 08:53. #
Immer, as you know. Eine SMS und etwa 3 Stunden Vorlaufzeit, sollte sich ein Fenster auftun, dann stehe ich vor der Tür ;)
von Ninette am 19. Februar 2012 um 02:43. #
I know. Im Falle eines Falles melde ich mich.
von Dogma Pillenknick am 19. Februar 2012 um 23:44. #