Gedöns
Schreibe einen Kommentar

Ziemlich beste Filme

Ich bin zu oft im Kino. Obwohl man zu oft wohl gar nicht im Kino sein kann. Habe ich „vincent will meer“ zwar nur am Notebook gesehen, war ich dennoch in diesem Jahr schon zwei Mal im Kino und damit gefühlte zwei Mal mehr als letztes Jahr (obwohl ich da auch mindestens einmal im Kino war). Eigentlich will ich gar nicht so viel zu diesem absolut großartigen Film sagen, kann es dann aber doch nicht so ganz lassen. Immerhin singt da ein Baum!

Die Handlung

Philippe (François Cluzet, ein französischer Dustin-Hoffman-Verschnitt), schwerreich, adlig, querschnittsgelähmt, sucht mal wieder einen neuen Pfleger. Unzählige Männer bewerben sich und mittendrin ist Driss (Omar Sy). Driss, nach einem Rauswurf durch seine Mutter obdachlos, kommt aus dem Knast und will nur eine Unterschrift, damit er Arbeitslosenunterstützung bekommt, doch statt dieser Bestätigung, dass Driss sich redlich bemüht, aber man keinen Bedarf für ihn habe, bekommt er von Philippe ein Arbeitsangebot und aus Gründen (die Badewanne in seinen Angestelltenräumen und Philippes rothaarige, junge Sekretärin) nimmt er es an. Was folgt, ist der Beginn einer wunderbaren Männerfreundschaft vor einem nicht einfachen Hintergrund, die humorvoller nicht erzählt werden könnte. Driss gelingt es, die Lebensfreude in dem Witwer wieder zum Blühen zu bringen, wickelt das ganze Personal um seinen Finger, erweitert seinen von den Banlieues geprägten Horizont und bekommt dann doch nicht alles, was er will.

Das Holz

Hach. Hach. Und nochmals: Hach. Ich kann es gar nicht in Worte fassen., das heißt: Ich könnte schon, fast jedenfalls. An diesen tollen Film kämen sie nicht heran. Es stimmt einfach alles. Lasst euch vom Trailer nicht verschrecken, der Film geht viel tiefer, bis ins Herz, bis in die Untiefen, aus denen ein Lachen kommen kann!

Ach, ich kann gar nicht weiterschwärmen. Nur so viel: Das Filmjahr 2012 muss sich schon sehr anstrengen, will es diesen humorvollen, warmherzigen Film noch in Tolligkeit überbieten.

Nur eines noch: Ich muss der manomama danken, weil sie mich mit ihrem beiläufigen Tweet nachdrücklichst auf diesen Film gestoßen hat.
Der erste Film seit langem, den ich mir ein zweites Mal ansehen werde: Ziemlich beste Freunde.
Danke.

Teilt meinen Text
Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *