Gedöns
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Danke für das Altpapier!

Hach, das macht ja so einen Spaß. Neu­lich schrieb Frau der städ­ti­schen Musik­schu­le eine kur­ze Mail, weil mei­ner­ei­ner - lacht nicht, sonst sin­ge ich! - Gesangs­un­ter­richt neh­men will.

Sehr geehr­te Frau Begrü­ßungs­flos­kel,

sehr ger­ne näh­me ich Gesangs­un­ter­richt, aber lei­der feh­len mir die nöti­gen Infor­ma­tio­nen, inwei­fern dies an der Musik­schu­le mög­lich ist und zu wel­chen Kon­di­tio­nen. Da es mir auf­grund mei­ner Arbeits­zei­ten lei­der nicht mög­lich ist [und da schrieb ich noch "lei­der", ich glau­be, nach dem fol­gen­den Dilem­ma bin ich ganz froh dar­über; Dog­ma] in der Musik­schu­le anzu­ru­fen, bit­te ich Sie dar­um, mir die nöti­gen Infor­ma­tio­nen per Mail mit­zu­tei­len.

Bis dahin ver­blei­be ich mit freund­li­chen Grü­ßen,
Dog­ma Pil­len­knick

Am nach­fol­gen­den Tag bekam ich kei­ne Ant­wort. Am dar­auf­fol­gen­den Tag auch nicht. Am Tag danach lag dann ein rie­si­ger Brief von der Musik­schu­le im Brief­kas­ten. Kaum oben in mei­ner Wohn- und Schlaf­kü­che ange­kom­men öff­ne­te ich den Brief und fand - nichts. Kein Anschrei­ben. Was die wohl von mir wol­len? Ich kip­pe den Brief aus und jede Men­ge Krams fällt mir ent­ge­gen, aber seht selbst.

Papierkram
Foto: dogma_85p - Flickr | CC-BY

En detail war dies der Kram:

  • Musik­schul­ma­ga­zin musix, Aus­ga­be 1, Sep­tem­ber 2007
  • Musik­schul­ma­ga­zin musix, Aus­ga­be 2, Juni 2008
  • Anmel­de­for­mu­lar
  • Zet­tel "Unter­richts­an­ge­bo­te der musi­ka­li­schen Grund­stu­fe" mit Ange­bo­ten für Kin­der bis zu sie­ben Jah­re
  • Fly­er "Für die Kleins­ten" (die ich ja am liebs­te habe, wenn sie außen schön knusp­rig und gut gewürzt sind)
  • Fly­er "Ent­gelt­ord­nung"
  • ein Zet­tel mit Namen, Tele­fon­num­mern, Mail­adres­sen der Fach­be­reichs­lei­ter und eini­gen wei­te­ren Raum- und sons­ti­gen Num­mern
  • und ein Fly­er für eine Thea­ter­auf­füh­rung am 8. Novem­ber 2009
  • .

In Anbe­tracht die­ser schö­nen Aus­la­ge kam ich nicht umhin, den Damen und Her­ren der Musik­schu­le einen net­ten Brief (wie du mir, so ich dir!) zu schrei­ben, den ich euch nicht vor­ent­hal­ten will.

Betr.: Rück­sen­dung ihrer Unter­la­gen

Sehr geehr­ter Damen und Her­ren,

am 15. Dezem­ber 2009 schrieb ich Frau Begrü­ßungs­flos­kel, deren Mail­adres­se auf der städ­ti­schen Inter­net­sei­te als Ansprech­part­ne­rin im Sekre­ta­ri­at der Musik­schu­le auf­ge­führt wur­de, eine Mail, in der ich dar­um bat, Infor­ma­tio­nen bezüg­lich der Mög­lich­keit Gesangs­un­ter­richt zu neh­men zu erhal­ten. Wei­ters bat ich dar­um, eine Ant­wort per E-Mail zu erhal­ten, da es mir auf­grund mei­ner Arbeits­zei­ten nicht mög­lich sei, in der Musik­schu­le anzu­ru­fen. Als ich am 17. Dezem­ber einen Brief der Musik­schu­le erhielt, war ich somit sehr über­rascht.

Zunächst frag­te ich mich, war­um ich einen Brief erhiel­te. Das nicht vor­han­de­ne Anschrei­ben gab dar­über erwar­tungs­ge­mäß kei­ne Aus­kunft. Als mir das schlecht kopier­te Anmel­de­for­mu­lar mit dem Ver­satz nach rechts ins Auge fiel, zog ich den Schluss, dass dies Ihre Ant­wort auf mei­ne Mail sein muss­te. Lei­der gaben mir weder Aus­ga­be 1 noch Aus­ga­be 2 des Musik­schul­ma­ga­zin musix augen­schein­lich Aus­kunft über mei­ne gewünsch­ten Infor­ma­tio­nen, noch woll­te ich zwei Maga­zi­ne lesen, die ich auf­grund ihres Erschei­nungs­da­tums eher im Musik­schul­ar­chiv ver­mu­tet hät­te. Eben­so­we­nig Infor­ma­tio­nen fan­den sich im Papier über „Unter­richts­an­ge­bo­te der musi­ka­li­schen Grund­stu­fe“.

Hat­te mich im Nach­hin­ein zunächst erstaunt, dass Sie aus mei­ner Mail­adres­se bzw. mei­nem Namen genü­gend Rück­schlüs­se zie­hen konn­ten, dass Sie mei­ne Adres­se für den Post­ver­sand fan­den, fin­de ich es nun umso befremd­li­cher, dass Ihnen dann nicht mög­lich war, auch auf­grund mei­nes Alters eine Vor­auswahl der Mate­ria­li­en des Info­pa­kets zu tref­fen.
Man­gels eige­ner Kind hät­te ich das Falt­blatt „Für die Kleins­ten“ und das vorig genann­te Schrei­ben unmit­tel­bar ent­sor­gen kön­nen und selbst wenn mich die Auf­füh­rung des Thea­ter­stü­ckes „Von dem Flöt­chen, das zau­bern kann“ inter­es­siert hät­te, für wel­che ein Hand­zet­tel warb, hät­te ich nur erfah­ren, dass ich die Vor­füh­rung ver­passt hät­te, da sie am 8. Novem­ber statt­ge­fun­den hat­te.
Nach eini­gem Suchen fand ich schließ­lich in der Gebüh­ren­ord­nung aktu­el­le Prei­se und auf einem Zet­tel Kon­takt­da­ten des Ansprech­part­ners für Gesangs­un­ter­richt; die­se Daten habe ich mir notiert um Herrn Mehring anzu­schrei­ben. Die­se Aus­kunft hät­ten Sie mit einer drei­zei­li­gen Mail eben­so umfas­send geben kön­nen und neben­bei unnö­ti­ge Aus­ga­ben durch eine adäqua­te Reak­ti­on ver­mie­den.

Hier­mit über­sen­de ich Ihnen Ihre mir gesand­ten Unter­la­gen zur sinn­vol­len Wie­der­ver­wer­tung, Archi­vie­rung oder fach­ge­rech­ten Ent­sor­gung und ver­blei­be
mit freund­li­chen Grü­ßen

Dog­ma Pil­len­knick

Mal sehen, was jetzt kommt.

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