Monate: November 2009

Milchstraßengeschichten, perspektivisch.

unter der näch­te­nen Kathe­dra­le tanzt das kno­chi­ge Frau­en­zim­mer mit dem Mäd­chen Tan­go. Medi­an, freu­den­los, starrt trü­be in den Tee, sieht Nacht­mahrs­fet­zen wabern, wo der fer­ne But­ter­mond süßt. Frau Sehn­sucht greift mil­de lächelnd sei­ne Hand, er schlürft und schlurft, ein Xylo­phon schlägt klap­pernd Takt und Melo­die. Auro­ra kommt in ihrem zwit­schern­den Kleid und sieht Frau Sehn­sucht plau­dern, Palei­ko erzäh­lend von neu­en Trau­mes­rei­sen. Stein um Bein erwar­te ich ver­ge­bens den nächs­ten Schlag, wie wohl mir ist,

Mal wieder ein Stöckchen

Der Hob­bit hat's mir, wie üblich, an den Kopf gewor­fen, ich hal­te mir grad die Beu­le und ver­su­che nun die Fra­gen zu beant­wor­ten. So nichts­sa­gend wie mög­lich, aber das kennt ihr ja von mir. × Was wünscht ihr euch zu Weih­nach­ten? Geschen­ke und Welt­frie­den, nichts Gro­ßes. Viel­leicht noch "Aus­druck", die­ses gran­dio­se Heft aus Blog­bei­trä­gen. Aber das wär's eigent­lich. × Was ver­schenkt ihr zu Weih­nach­ten? Net­te Sachen, klei­ne­re Klei­nig­kei­ten und weni­ger klei­ne Großig­kei­ten. Jedes Mensch bekommt jeden­falls das, was es ver­dient und ihm ein Lächeln auf's Gesicht zau­bert. Hof­fent­lich. × Wich­telt ihr zu Weih­nach­ten? Wenn ja, wo und wie? Ja, da und so. Am tol­len Blog­wich­teln der Chi­kat­ze neh­me ich die­ses Jahr aller­dings nicht teil. × Wie viel gebt ihr ca. für Weih­nachts­ge­schen­ke aus? Zu viel. Ach, nee … es ist gut ange­leg­tes - wer redet eigent­lich bei Weih­nach­ten über's Geld? Dar­um geht es doch gar nicht! × Gibt es einen Tipp was ihr immer zu Weih­nach­ten ver­schen­ken wür­det, weil es gut ankommt? Nö. Ich weiß nur, was nicht so gut ankommt: Socken und Dusch­gel oder …

Nahahahaiiiin, …

… ich bin nicht twit­ter­süch­tig. Ich kann noch ohne. Aber nicht ohne die­se tol­len Wand­ka­len­der vom Dru­cke­rei Blog bzw. www.druckerei.de - und: Ja, ich weiß, dass das Wer­bung ist und dass ich das Dru­cke­rei Blog ohne twit­ter nie ent­deckt hät­te und dass ich jetzt drei von die­sen tol­len Wand­ka­len­dern bekom­me. Inso­fern issat doch nich ganz unei­gen­nüt­zig, oder? Das Dru­cke­rei Blog bekommt einen Track­back mehr und viel­leicht ein, zwei Klicks, ich bekom­me drei - in Wor­ten: DREI - Wand­ka­len­der - von denen ich viel­leicht zwei ver­schen­ken wer­de an die­je­ni­gen, die mir die schöns­te Begrün­dung lie­fern, war­um sie den bekom­men soll­ten (aber dazu gibt es noch einen geson­der­ten Bei­trag) - und zudem haben wir hier­mit eine Pre­mie­re, da dies, wenn ich mich recht ent­sin­ne, der ers­te Bei­trag ist, den ich ver­fas­se, um etwas zu bekom­men. Auf twit­ter geht das ja ein­fa­cher und schnel­ler und so, … In die­sem Sin­ne sar­rich ma: genug gewor­ben, jetzt gibt's Kaf­fee. Danach bin ich viel­leicht dann doch süch­tig.

1546

spros­sen­be­wohn­tes Bett glei­tet unter mei­nen Füßen fort von frisch ver­pflanz­tem Herz­grund. Kirsch­kuss bleibt daheim und ich mit ihm und wir bei­den fah­ren auch gen Fort. Frau Sehn­sucht sitzt im Glas­wachs­haus, sieht wie die Welt dazwi­schen wächst erfreut an ihrem Werk und doch voll Reue, denn sie tat, was sie muss. Nicht, weil sie will. Ihr Tee aus But­ter­mon­dens Saft, schon bald ist er ver­sal­zen.

1813 - unterwegs/die graue Frau

Rau­schen­des, rol­lern­des, pock­ri­ges Wum­mern dröhnt bis in die Win­kel und füllt den bogen­über­dach­ten offe­nen Raum namens Bahn­hof, als ich über abge­nutz­te, gum­mi­be­kleb­te Stu­fen den Zug gen Dann erklim­me. Eins­ti­ge Luft schlägt mir ent­ge­gen, voll nach­ge­han­ge­ner, zurück­ge­blie­be­ner Gedan­ken, eine schwe­re, schwü­le und ver­brauch­te Luft, schon berührt und durch­wir­belt von neu­en alten Gedan­ken, Rei­se­ge­dan­ken, Erin­ne­run­gen an das Gera­­de-noch, Hoff­nun­gen auf das Bald-schon, vol­ler Ach-scha­­de, Und-gleich und Hmm. Ich rie­che die  Ein­sam­keit im Getüm­mel, spü­re, wie jeder sei­nen Pfa­den nach­hängt, sie alle ver­eint in der Schick­sals­ge­mein­schaft der Bahn­fah­rer, aus­ge­lie­fert dem Bahn­gott und sei­nem sar­­kas­­tisch-saty­­­ri­­schen Humor. Ein letz­ter frei­er Sitz­platz, als hät­te er nur auf mich gewar­tet, las­se ich mein Rei­se­ge­päck fal­len als die Türen sich schlie­ßen und die roll­fä­hi­ge Blech­do­se den Bahn­hof ver­lässt. War­um heißt es eigent­lich "Rei­se­ge­päck", ist es doch nur ein bruch­teil aller Uten­si­li­en, die man bei sich führt, die man wirk­lich wäh­rend der Rei­se benö­tigt, wäh­rend es doch mit­un­ter fünf­und­neun­zig Pro­zent des Gepäcks sind, wel­che einem das Rei­sen mit der Bahn - und die unver­meid­li­chen Umstie­ge - zur Qual wer­den las­sen? Wer braucht schon zehn …