Gedöns
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kirmesgeheul

But­ter­mond im Wol­ken­meer, sein
Vor­hof zur Höl­le glimmt fahl.

Wo einst die Äcker stan­den, wo
zwei­feln­de Ver­su­chung wild neben
suchen­der Ver­zweif­lung auf Herz­grund blüh­te,
fei­ert man nun Kirch­weih­fest.

Frau Sehn­sucht schlurft die Gas­sen ab, im Arm
die Kat­ze des Quan­ten­ma­gi­ers, Frau Schrö­din­ger
genannt, sie
schlurft und guckt und riecht und krault
das Tier, nie wis­send, wo
es ist.

In bun­ter Lich­ter­luft flir­ren Lam­pen wie
Fackeln wie Feu­er­werk wie Blend­gra­na­ten,
gebrann­te Man­deln ste­chen wie Frit­ten, Fisch und Fri­ka­del­len schal
zithernd in die Nase, kein Tee
aus But­ter­mon­dens Trä­nen, nur
eisig kal­ter Win­ter­tag in kirmesheil'ger Som­mer­nacht.

Frau Schrö­din­ger heult den Feu­er­vo­gel an, dann
ist sie weg, mit ihm.

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