Gedöns
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nie versiegt mein fass

wasserstoffperoxid
die erinnerung daran ruht
in meinen flimmerhärchen, gerade geweckt
lassen sie mich
glauben, ich färbte mir die haare
– wie einst –
blau; wie das meeresrauschen
vage, unaufhaltsam penetrant.

ich will nicht
dran denken, will nicht
den sommer riechen, will nicht
dein lächeln schmecken, will nicht
die strandigen steine hören,
will nicht.

hinter der winterfrostigen klinke lauert
das fin de siècle,
rostige, aufgekratzte, auf diesen ort gewartet habende
seelen voller sinnesflut.

mein zimtenes blut
gerät in wallung, meine nase verstopft;
nie versiegt
mein fass voll schwarzer inspiration,
ich zücke meine feder.

(im hintergrund: carla bruni – quelqu‘un m‘a dit [erinnerungen kommen hoch, leider wenig produktiv])

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