Gesellschaft
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die bahn macht mobil

… und gezz wissen wir wissen auch endlich gegen wen!

  1. gegen die kunden ((aber das ist ja nichts neues))
  2. gegen markus beckedahl ((und das ist neu!))

der sachverhalt in kurzfassung: markus beckedahl betreibt das blog netzpolitik.org – newunderbare anlaufstelle rund um netzpolitik, internet und politik, bei manchen beiträgen habbich mir echt gedacht  „that made my day“. gedenfalls: markus beckedahl hat ein ursprünglich internes memo der bahn veröffentlicht, ein interessantes dokument rund um die ganze bespitzelung bei eben dieser bahn. wie marcel emmerich zeigt, war er nicht der einzige, dem dieses dokument vorlag, nur dass er – bloggerlogik – nicht seine quelle geheimhielt und sich nur darauf berief, sondern es einfach allen nutzern zur verfügung stellte.

die folge: gestern erhielt markus beckedahl post vonne bahn, bzw. von ihrer rechtsabteilung. der vorwurf: geheimnisverrat. die forderung: seite löschen, unterlassenserklärung unterschreiben, sonst rechtsweg.

robin meyer-lucht benennt bei carta zehn punkte, warum die bahn in diesem konflikt nur verlieren kann, zieht den vergleich zum konflikt zwischen theo zwanziger vom dfb und sportjournalist und blogger jens weinreich, der nicht ganz fern liegt. … ich fass ma die wichtigsten thesen zusammen.

  • netzpolitik hat lediglich ein dokument veröffentlich, aus dem andere zitierten.
  • netzpolitik vs. deutsche bahn ist wie david gegen goliath – ein gefundenes fressen für die medien.
  • die bahn hat gespitzelt, eine behinderung der berichterstattung und aufklärung fällt auf die bahn zurück ((ich sag nur scheibchen-taktik, ganz frisch kommt vom westen (der auch nur die süddeutsche zeitung zitiert hat) die meldung, es wären doch nicht „nur“ 173.000 bespitzelte mitarbeiter sondern alle rund 240.000 angestellten betroffen))
  • der konflikt ist ideal für eine grund satzdiskussion über digitale presse- und bloggerfreiheit
  • was ist der unterschied zwischen der bahn und terroristInnen: die terroristInnen haben sympathisanten! (um es mal so zu sahng)

ich sach ma: et kann für die bahn nur schiefgehen. isset ja schon. selbst wenn sie einen womöglich folgenden prozess gewänne (und da will ich ausdrücklich hochdeutsch reden!), hat sie bis dato die blogosphäre und die presse gegen sich stehen, … günstiger werden die reisen auch nich – bleibt also nur noch ein guter grund für die bahn:
et is für die umwelt besser als fliegen und auto.

weitere informationen gibt es hier:

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