Monate: November 2008

little brother (update!)

eine gesell­schaft, erschre­ckend nah an der rea­li­tät: san fran­cis­co im son­ni­gen kali­for­ni­en (welch vor­ur­teil), mar­cus yal­low, 17 jah­re, wie jeder schü­ler mit­tels kame­ras über­wacht, mit schul­com­pu­tern, die pri­mär ihre nut­zer aus­spio­nie­ren sol­len, aber längst gehackt wur­den, ist mit sei­nen freun­den zur fal­schen zeit am fal­schen ort: ter­ro­ris­ten spren­gen die bay bridge und als der ers­te rauch sich ver­zo­gen hat, fin­det er sich in einem gehei­men lager - guan­ta­mo lässt grü­ßen - des hei­mat­schutz­mi­nis­te­ri­ums wie­der. nach der preis­ga­be sei­ner pri­vat­sphä­re darf er zwar gehen, muss die­se epi­so­de der recht­lo­sig­keit aber allen ver­schwei­gen. als reak­ti­on auf sei­ne erfah­run­gen mit der abschaf­fung der bür­ger­rech­te im zuge der ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung, greift er mit der zeit zu maß­nah­men des zivi­len unge­hor­sams, sabo­tiert die über­wa­chungs­me­cha­nis­men und fin­det dabei vie­le ver­bün­de­te, die - eben­so wie er - mit­tels gehack­ter xbo­xen anonym im inter­net sind. die maß­nah­men des hei­mat­schutz­mi­nis­te­ri­ums wer­den immer tota­li­tä­rer, der wider­stand wird stär­ker und auch bekämpft, irgend­wann sind auch spio­ne der regie­rung im xnet, dem netz, das zwi­schen den xbo­xen geknüpft wur­de und ver­su­chen, den wider­stand auf allen wegen zu ver­nich­ten, …

welch trost

ich grü­ße euch, ihr ver­lor­nen see­len, auf zimt­krü­me­li­gen pfa­den schleicht ihr durch mei­nen nebel. vor­bei an frau sehn­suchts glas­wachs­haus, auf des­sen tisch in einer tas­se tee die far­ben tan­zen stol­pert ihr über gedan­ken­wur­zeln in bren­nen­den moor­bo­den gewach­sen. ich grü­ße euch, ihr ver­lor­nen see­len, der eis­wind macht euch frös­teln und ver­treibt doch die fah­len schwa­den nicht. der but­ter­mond schläft bei den ster­nen im blu­ti­gen schnee. ich grü­ße euch, ihr ver­lor­nen see­len, ich bin der novem­ber, ich habe mich gesto­chen an euren sehn­süch­ti­gen dor­nen, ich wer­de blu­ten bis der dezem­ber kommt und dort auf euch war­ten. eine reak­ti­on auf einer nacht gewe­se­nes atmen.

briefmarken auf e-mails?

üch wollt et gan­nich glau­ben, als die damen und her­ren von netzpolitik.org es schrie­ben, aber es stimmt: hier steht es schwarz auf grau: für den mail-ver­­­sand über künf­ti­ge staat­lich zer­ti­fi­zier­te anbie­ter soll der markt das por­to regeln. angeb­li­che vor­tei­le von de-mail: wenn bald alles behörd­li­che per mail erle­digt wer­den kann, sei de-mail angeb­lich beson­ders sicher. 'tür­lich. die wer­bung dazu hab­bich schon: "außer schäub­le liest nie­mand mit. de-mail." ich bin doch nich plöd!

auf schneesuche

so. ein blick raus: dun­kel, aber kein schnee. gab zwi­schen­durch auch ges­tern und vor­ges­tern schnee­re­gen - aber schnee, der lie­gen­blieb: fehl­an­zei­ge. ver­such 1 drehn­wa mal die zeit zurück: frei­tag, so gehng vier­zehn uhr, wir sit­zen vor de glot­ze (ich weiß, pöse), gucken nach­rich­ten und frahng uns "wie sieh­tat grad einxlich aufm kah­len asten au-" und in den moment kommt ne live-schal­­te jenau da hin "-schnee! schnee! schnee!" … soffort fern­se­her aus, ab vorn komp­ju­ta, bahn­ver­bin­dung raus­su­chen (für irnx­wat muss son nrw-ticket ja gut sein). pro­blem: vrr.de is doof, kennt kei­ne hal­te­stel­len mehr, zumin­dest nich die, die ich brauch (und dat is heu­te, sonn­tach imma noch so!)! … also zur bahn. wenigs­tens die fahr­plan­aus­kunft hat da geklappt! nächs­ter schritt: schnee­fest machen mit schu­he und kla­mot­ten und hei­ßer tee und so, dä bus is pünkt­lich und bringt mich zum bann­of, nix wie hoch zum gleis. pro­blem: zug wird mit "5 minu­ten ver­spä­tung" ange­zeigt. nach zehn minu­ten ver­spä­tung steht dann auch "10 minu­ten ver­spä­tung" auf der anzei­ge­ta­fel und nach 15 minu­ten fährt die s-bahn dann ein. qua­si pünkt­lich, …

die tun nix, die wolln nur spielen

wir haben: eine welt­fi­nanz­markt­kri­se, eine welt­wirt­schafts­kri­se, eine welt­kli­ma­kri­se, ein ter­ro­ris­mus­pro­blem, ein pira­ten­pro­blem, eine rezes­si­on, über drei mil­lio­nen offi­zi­ell arbeits­los gemel­de­te men­schen (und vier mil­lio­nen in irgend­wel­chen maß­nah­men und/oder har­t­zIV-bezü­gen dazu) und der vfl bochum is auf einem abstiegs­platz. und was tut unse­re bun­des­re­gie­rung? … woll­n­wa doch ma schau­en: