Gesellschaft
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yes, he can … reaktionen auf reaktionen in der blogosphäre.

so sehen es die berech­nun­gen bei msn­bc (cnn bie­tet lei­der kei­ne wid­gets an). aber: was hat das jetzt alles zu sagen?

  1. barack oba­ma wird aller vor­aus­sicht nach am 20. janu­ar 2009 zum 44. prä­si­den­ten der ver­ei­nig­ten staa­ten von ame­ri­ka gewählt wer­den und somit der ers­te afro­ame­ri­ka­ni­sche pre­si­dent of the united sta­tes of ame­ri­ca sein.
  2. die mehr­heit im senat geht an die demo­kra­ten, wenn auch nicht so deut­lich wie gewünscht (das quo­rum liegt bei 52 stim­men).
  3. auch im hou­se of rep­re­sen­ta­ti­ves liegt die stim­men­mehr­heit bei den demo­kra­ten.

mccain und oba­ma dank­ten ihren unter­stüt­zern und wäh­lern, mccain gra­tu­lier­te oba­ma in einer guten rede zum sieg, glück­wün­sche aus aller welt schlos­sen sich an.

in den reak­tio­nen auf den sieg oba­mas (und schon vor­her) fie­len mir zunächst drei aus­sa­gen auf: "Die Bevöl­ke­rung der west­li­chen Hemi­sphä­re scheint sich […] gera­de­zu nach Den­kern zu seh­nen, nach Leu­ten die Ide­en bereit sind anzu­den­ken, Kon­zep­te zu ent­wi­ckeln und für die­se zu begeis­tern." zum einen, "Barack Oba­ma ist […] ein begna­de­ter Red­ner; der bes­te, den ich je gehört habe, und der cha­ris­ma­tischs­te Poli­ti­ker, den ich je gese­hen habe. Auch wenn ich kein Wort ver­stan­den hät­te, so hät­te ich ihm doch geglaubt […]." zum ande­ren und "Oba­ma wird auch unse­re Poli­tik ver­än­dern, da bin ich mir völ­lig sicher. Wie?"

zur ers­ten the­se: den­nis bar­tel ist der auf­fas­sung, die brd sei in ihrer der­zei­ti­gen grund­stim­mung nicht so weit von den usa ent­fernt, wes­we­gen oba­mas sieg für all die "wer visio­nen hat, soll­te zum arzt gehen."-politiker, derer nicht weni­ge im "poli­tik­zir­kus" agier­ten, ein "warn­schuss" sei.
ver­gleicht man die ent­wick­lun­gen  in den usa und deutsch­land, dann fällt aber fol­gen­des auf: in bei­den län­dern sind zwar mehr men­schen von arbeits­lo­sig­keit und armut betrof­fen, doch ist in deutsch­land die grund­le­gen­de sozia­le siche­rung wei­ter aus­ge­baut als in den usa (auch wenn die sozia­len siche­rungs­sys­te­me aus­ge­höhlt wur­den). deutsch­lands rol­le im krieg in afgha­ni­stan ist nicht so expo­niert wie die der usa, die zudem noch im irak ver­lust­reich inter­ve­nie­ren, obgleich die dort erziel­ten fort­schrit­te eher gering wie­gen. über die aus­wir­kun­gen der finanz­markt­kri­se auf die pri­vat­per­so­nen will ich jetzt auf­grund man­geln­der kennt­nis­se nicht spe­ku­lie­ren. eines noch: die deut­schen sind durch­aus als nörg­ler und jam­mer­lap­pen bekannt und geschätzt, in den usa lebt noch der traum vom land der unbe­grenz­ten mög­lich­kei­ten. und: die deut­schen hat­ten nach den sozia­len ein­schnit­ten der ära schrö­der mit der gro­ßen koali­ti­on unter ange­la mer­kel zwar kei­ne wunsch­ko­ali­ti­on, aller­dings hat es angie den ruf deutsch­lands nicht so rui­niert wie geor­ge dabbel­ju, im gegen­teil: ihr auf­tre­ten gegen­über russ­land und chi­na und ihre eu-rats­prä­si­dent­schaft hat ihr durch­aus aner­ken­nung ein­ge­bracht, auch wenn sie in kri­ti­sche­ren krei­sen wesent­lich kri­ti­scher betrach­tet wird (g8, dalai lama, atom­kon­sens etc.).
auch wenn sich in bei­den län­dern frust aus­brei­te­te, gibt es ver­schie­de­ne aus­gangs­si­tua­tio­nen: in den usa gibt es mit geor­ge w. bush einen per­so­ni­fi­zier­ba­ren sün­den­bock (ger­ne auch von der welt­öf­fent­lich­keit so gese­hen, bush-bashing war ja en vogue), in deutsch­land nur die unpersönlichen"die da oben". zudem war die situa­ti­on vie­ler frus­trier­ter in den usa schlech­ter als die der frus­trier­ten in deutsch­land und sie mach­te in abso­lu­ten zah­len eine grö­ße­re grup­pe aus.
mit barack oba­ma trat eine per­son aufs par­kett, der eine visi­on von einer bes­se­ren gesell­schaft hat, der die­se uto­pie nach außen hin ver­tritt, auch wenn er in ein­zel­nen sach­fra­gen kom­pro­mis­se machen muss­te. hin­ter die­ser ide­en konn­te er vie­le men­schen ver­ei­nen, vie­le, die schon nicht mehr zu hof­fen gewagt hat­ten. einen den­ker von ähn­li­cher grö­ße, der eine der­art umfas­sen­de uto­pie ent­wi­ckelt hat, mit der sich so vie­le men­schen iden­ti­fi­zie­ren könn­ten, fin­det sich in deutsch­land nicht.

damit wären wir bei der zwei­ten aus­sa­ge, vom qui­ri­nus. viel­leicht haben wir ja doch so einen geist (den­nis nennt dort karl lau­ter­bach, kat­ja kip­ping, robert zion (eigen­dar­stel­lung!) und - ein­ge­schränkt, da vom "bür­ger­li­chen" lager - fried­rich merz) - aber er schafft es nicht, die mas­sen für sich zu begeis­tern. kei­ner der vier genann­ten ist ein beson­ders gro­ßer rhe­to­ri­ker oder cha­ris­ma­ti­scher red­ner. nie­mand von ihnen klingt so über­zeu­gend und wirkt so über­zeu­gend, dass die mas­sen selbst blind folg­ten. … die­se fähig­keit soll­te man aller­dings auch kri­tisch betrach­ten: wol­len wir wirk­lich einen der­art cha­ris­ma­ti­schen und mit­rei­ßen­den red­ner, der unse­re zwei­fel über­tönt und uns und unse­re zwei­fel ein­fach mit­reißt, der so toll klingt, dass wir sei­nen all­ge­mein­plät­zen bereit­wil­lig jubelnd fol­gen? ich nen­ne da nur das bei­spiel oskar lafon­tai­ne, da kann der cha­ris­ma­ti­sche red­ner ganz schnell zum dem­ago­gen wer­den. ein deut­scher oba­ma ist nicht in sicht­wei­te.

kom­men wir also zu num­mer drei, chris­toph chor­herr, öster­reich­scher grü­ner blog­ger, will wis­sen, wie sich die poli­tik im wind­schat­ten oba­mas auch in euro­pa (sein schwer­punkt ist aus nach­voll­zieh­ba­ren grün­den pri­mär wohl öster­reich) ver­än­dern wird.
oba­ma hat einen durch­aus emo­tio­na­len wahl­kampf geführt: für "sei­ne sache", nicht "gegen" per­so­nen, er hat ide­en gegen­ein­an­der antre­ten las­sen und sich mit lei­den­schaft und, wenn nötig, sach­li­cher zurück­hal­tung für sei­ne ide­en ein­ge­setzt (sei­ne sache [das soll­te man aller­dings dazu sagen] war, auf einen punkt gebracht, der "chan­ge", wan­del, aus­ge­stal­tet in einer uto­pie, die vie­les ver­sprach, vor allen, es anders zu machen, was nun zu hal­ten gilt). bei ihm wur­de poli­tik als streit um die bes­ten ide­en deut­lich erkenn­bar, und es wur­de auch deut­lich, dass es sich für das wohl der vie­len zu strei­ten lohnt. "er hol­te die men­schen dort ab, wo sie sich emo­tio­nal befan­den.", wie oli­ver rit­ter so schön sagt.
oba­ma hat einen gras­wur­zel-wahl­kampf geführt: er und sein rie­si­ges team sind von haus zu haus gegan­gen, basis hat basis mobi­li­siert und inter­es­siert, er hat früh erkannt, wo es eng wer­den wür­de und ist selbst dort­hin gegan­gen, um die wäh­ler zu über­zeu­gen. mccain hat dies teil­wei­se ein wenig ver­nach­läs­sigt.
oba­ma hat einen inter­net-wahl­kampf geführt: mit dem soci­al net­work "my.barackobama.com" hat er inter­es­sier­te an sich gebun­den, ihnen infor­ma­tio­nen und "issu­es" über­sicht­lich dar­ge­bo­ten, auf dass jeder den nächs­ten selbst über­zeu­gen konn­te, hat ande­re netz­wer­ke und sei­ten wie you­tube und face­book inten­siv genutzt, um die inter­es­sier­ten stets mit inter­es­san­ten neu­ig­kei­ten zu ver­sor­gen, hat adres­sen genannt, so sei­ne anhän­ger bei der selbst­or­ga­ni­sa­ti­on unter­stützt und - und das war sein clou in einem wahl­kampf, der extrem mate­ria­lis­tisch geführt wur­de - über eine ein­ge­bau­te spen­den­funk­ti­on vie­le kleinst­be­trä­ge bekom­men. klein­vieh mach­te mist; genug mist für 30 minu­ten sen­de­zeit kurz vor der wahl. nicht zuletzt (das soll hier noch erwähnt wer­den) hat oba­mas sei­te vie­len bür­gern bei ihrer regis­tra­tur zur wahl gehol­fen und so enorm vie­le nicht­wäh­ler mobi­li­siert. wohl auch ein grund für sei­nen sieg.
es fällt auf: gera­de über das inter­net und sei­ne rück­ver­net­zung in die rea­le welt gelang es barack oba­ma vie­le men­schen über sei­ne posi­tio­nen zu infor­mie­ren, sie zu über­zeu­gen und sie dazu zu moti­vie­ren, sich für den "chan­ge" ein­zu­set­zen, er hat einen ver­hält­nis­mä­ßig "jun­gen" wahl­kampf geführt, hat sich auf die spra­che und die medi­en des vol­kes ein­ge­las­sen.
wol­len wir dies auf unse­re euro­päi­sche poli­tik über­tra­gen - und da spre­che ich jetzt mal aus mei­ner grü­nen per­spek­ti­ve, die mit ihrer basis­de­mo­kra­tie (meis­tens; hof­fent­lich) ein wei­te­res posi­ti­ves ele­ment mit ein­bringt (hier sei chris­toph chor­herrs pla­ka­te-akti­on vor der natio­nal­rats­wahl in öster­reich lobend zu erwäh­nen: er hat­te in der blo­go­sphä­re nach ide­en für grü­ne wahl­pla­ka­te gesucht und die­se ent­wür­fe bei sich ver­öf­fent­licht) - so heißt dies, dass wir alle in den poli­ti­schen mei­nungs- und wil­lens­bil­dungs­pro­zess ein­bin­den müs­sen:

  1. kla­re, ver­ständ­li­che posi­tio­nen. nix gegen schö­ne 200-sei­ten-wahl­pro­gram­me - aber je ver­ständ­li­cher die spra­che ist, des­to bes­ser für poten­zi­el­le unter­stüt­zer. in einer stu­die von klaus berg und marie-lui­se kie­fer über die nut­zung und bewer­tung von mas­sen­me­di­en aus dem jah­re 1996 stell­te sich her­aus, dass gera­de jün­ge­re men­schen am ehes­ten von den kur­zen poli­ti­schen infor­ma­ti­ons­bei­trä­ge, ein­ge­bet­tet in das unter­hal­ten­de radio­pro­gramm, erreicht wer­den, will sagen: wahl­kampf muss ziel­grup­pen­ori­en­tiert geführt wer­den, was sich auch in den poli­ti­schen aus­sa­gen bzw. ihrer for­mu­lie­rung und ver­mitt­lung zei­gen muss. … wenn es gelingt, glaub­haft zu machen, dass im streit um das gemein­wohl ein­zig um die sache, also die posi­tio­nen gerun­gen wird und nicht um pos­ten und per­so­nen, dann wäre das eine gute ent­wick­lung im wind­schat­ten oba­mas. wahl­kämp­fe gegen "die kom­mu­nis­ten", "die lin­ken", "das bür­ger­li­che lager" soll­ten der ver­gan­gen­heit ange­hö­ren!
  2. weg von den stra­ßen­stän­den, weg von den post­wurf­sen­dun­gen. sicher, nicht im sin­ne von "auf­hö­ren!", aber es muss mehr geben: hin zu den leu­ten, bevor es an die wahl geht, ihre posi­tio­nen auf­grei­fen, ihre ide­en hören, sie ein­bin­den in den pro­gramm­fin­dungs­pro­zess. unbe­tei­lig­te, kri­ti­sche stim­men sol­len befragt wer­den, sie sol­len ihre per­spek­ti­ve unver­blümt ein­brin­gen (ein bei­spiel für einen zöger­li­chen ver­such des­sen: die grü­nen in deutsch­land haben fünf blog­ger-sti­pen­di­en aus­ge­schrie­ben für die teil­nah­me an der bun­des­de­le­gier­ten­kon­fe­renz über­nächs­tes wochen­en­de in erfurt, bei dem es um nicht weni­ger als die wahl des neu­en bun­des­vor­stan­des geht; ein sti­pen­di­um hat der pott­blog­ger jens ergat­tert, ich bin sehr auf sei­nen blick gespannt).
  3. ab ins inter­net. es muss ja nicht unbe­dingt sein, dass jede par­tei ihr eige­nes my.partei.com auf­macht (schon aus daten­schutzgrün­den ist dies eh bedenk­lich, aber die­se issu­es spiel­ten in den usa nicht die gro­ße rolex), aber das ziel muss es sein, alle inter­es­sier­te bür­ger dort im web abzu­ho­len und zu betei­li­gen, wo sie ste­hen: in soci­al net­works (face­book, kaioo, stu­di­VZ etc.), in der blo­go­sphä­re, über home­pages, mai­ling­lis­ten, twit­ter und ande­re diens­te. par­tei­en dür­fen nicht teil derer "da oben" blei­ben, sie müs­sen mit­tels ihrer mit­glie­der aktiv im web wir­ken, mit­dis­ku­tie­ren, mit­wer­ben und das nicht den kam­pagn­en­teams über­las­sen. inso­fern wird wahl­kampf dann ein gesamt­par­tei­li­ches phä­no­men, mehr als es das heu­te schon ist; jeder hilft, wo er kann. WICHTIG hier­bei ist: par­tei­li­ches enga­ge­ment darf sich nicht auf wahl­kampf­zei­ten beschrän­ken; blog­gen ist kei­ne form der wahl­wer­bung, twit­tern eben­so­we­nig. es gilt, den kon­takt zu den bür­gern auf­zu­bau­en und zu hal­ten, wo die­se nicht in bür­ger­sprech­stun­den gehen.

einen aspekt fin­de ich im rah­men die­ses wahl­kamp­fes aber noch erwäh­nens­wert (mal ganz abge­se­hen davon, dass ich die tech­nik des cnn situa­ti­on room unheim­lich toll fin­de und wolf blit­zer eh so ein weiß­haa­ri­ges mode­ra­tor-monchi­chi ist): die (erzwun­ge­ne) ver­än­de­rung der medi­en in einem wahl­kampf, der sich zuneh­mends von den print­me­di­en, fern­se­hen und rund­funk ins inter­net aus­brei­tet. in den usa ist die ent­wick­lung schon wei­ter, wäh­ler wur­den schon wäh­rend der vor­wahl-debat­ten z.b. via you­tube mit fra­ge-clips zuge­schal­tet, aber für die deut­schen medi­en scheint die­se immense, umfas­sen­de nut­zung des inter­nets neu­land zu sein.
die­ses neu­land hat­te in der wahl­nacht ein­sam betre­ten: das zdf (wenn auch nur im info­ka­nal und per live­stream) mit "die nacht im netz", einer höchst pro­vi­so­ri­schen sen­dung ohne kulis­se, ohne per­fek­te orga­ni­sa­ti­on, ohne pau­sen und ver­ste­cke für hus­ter, ein­ge­rich­tet in der ame­ri­can uni­ver­si­ty in washing­ton, d.c. … mode­ra­tor und mara­thon­läu­fer claus kle­ber begeis­tert sich an twit­ter und blogs, hüpft zwi­schen all den lap­top­be­waff­ne­ten stu­den­ten und wis­sen­schaft­lern und blog­gern und fern­seh­be­ob­ach­tern hin und her und holt von allen mei­nun­gen zu aktu­el­len ent­wick­lun­gen ein, viel näher und schnel­ler als es die gute alte tan­te zdf auf ihrem haupt­ka­nal mit ihren "exper­ten" konn­te. … dazu gab es dann noch einen lei­der recht klei­nen chat (750 plät­ze sind ein­fach zu wenig) und neben twit­ter wei­te­re mög­lich­kei­ten, mit den in der sen­dung anwe­sen­den per­so­nen kon­takt auf­zu­neh­men, links zu emp­feh­len, pro­gno­sen zu dis­ku­tie­ren und ein­fach zu inter­agie­ren - die sky­pe-inter­views waren herr­lich not­dürf­tig zusam­men­ge­schus­tert, aber eben­so herr­lich par­ti­zi­pa­tiv-web-zwein­ul­lig. schö­ner schreibt das mrtopf.de und ich habe über felix schwen­zels auf­tritt ja schon genug geläs­tert.

ich sag mal: dat war gezz aba auch lang genug,

dog­MA

ps: so live­blog­ging wie beim pat­je is echt ne fei­ne sache.

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3 Kommentare

  1. War­um inter­es­sie­ren sich die Leutz eigent­lich immer nur für mei­ne dahin­ge­schleu­der­ten Tex­te und nicht für jene bei denen ich mir extra viel Mühe gebe? Ähm, viel­leicht will ich das gar nicht wis­sen.
    Nun ja, viel­leicht war mei­ne Aus­sa­ge etwas sehr eupho­risch aber die Grund­er­kennt­nis bleibt doch: Näm­lich dass die als Dau­er­ge­wiss­heit dar­ge­stell­te Behaup­tung eine Bevöl­ke­rung scheue die Visi­on oder die gro­ße Ver­än­de­rung, sich aus­ge­rech­net in einer US-Wahl nicht bewahr­hei­tet hat.
    Und ich sehe kei­nen Grund dafür war­um das in der BRD anders sein soll­te.

    Ver­ständ­nis­fra­ge: Was meinst du mit jenem "(eigen­dar­stel­lung)" ? Das ist etwas miß­ver­ständ­lich weil es ver­mit­telt Zion wür­de sich selbst als "gro­ßen Den­ker" dar­stel­len. Das ist aber nicht kor­rekt.

  2. "(eigen­dar­stel­lung!)" ist defi­ni­tiv dop­pelt gemop­pelt, da ich ja vor­her schon "den­nis nennt dort …" geschrie­ben hab … aber als ich den ein­trag schrieb, war ich kurz vor tief­schlaf und hab den feh­ler nim­mer bemerkt.
    was dei­ne grund­er­kennt­nis anbe­trifft: stimmt, kein wider­spruch … bin nur schwer gespannt, wie es hier in deutsch­land gelin­gen kann, die­se bevöl­ke­rung in die poli­ti­schen pro­zess mit ein­zu­be­zie­hen (dazu sehr inter­es­sant: chris­toph chor­herrs blog, der sich dort für öster­reich im spe­zi­el­len die fra­ge stellt, wel­che ver­än­de­run­gen im hin­blick auf den us-wahl­kampf für unse­re poli­tik und unse­ren wahlk­mapf zukommt).

  3. Nun, ich den­ke es wür­de schon ein­mal rei­chen alter­na­ti­ve Poli­tik­an­ge­bo­te zu machen. Sämt­li­che Par­tei­en inklu­si­ve mei­ner eige­nen bewe­gen sich der­zeit in einem for­dis­ti­schen Koor­di­na­ten­sys­tem, dem­entspre­chend sehen ihre Kon­zep­te ins­ge­samt auch aus:
    Es passt ein­fach nicht mehr, auch nicht mit einem Ham­mer rein­ge­klopft. Ich schät­ze dass der Anteil der Leu­te die dies ein­fach nur rie­chen (man muss es ja nicht mal ver­ste­hen dafür) heu­te schon sehr groß ist.
    Prä­sen­tiert man die­sen Leu­ten mal ein Kon­zept wel­ches tat­säch­lich den "chan­ge" ver­mit­telt dürf­ten sie sich die­sem Pro­zess (eigent­lich) wie­der von selbst annä­hern.
    Das ist auch der Grund war­um ich Zion als Bei­spiel auf­zäh­le. Spe­zi­ell in der Oppo­si­ti­ons­ar­beit einer Par­tei wel­che sich selbst als gesell­schaft­li­che Alter­na­ti­ve betrach­tet, sind die Aus­wir­kun­gen die­ser Denk­hem­mung ekla­tant sicht­bar gewor­den.

    Es wür­de die­ser (wie auch jeder ande­ren) Trup­pe wirk­lich nicht scha­den sich wie­der neue Impul­se durch Leu­te zu holen die ein ernst­haf­tes Inter­es­se an dem "War­um" besit­zen und dar­auf auf­bau­end sich nüch­tern mit einem "Was nun?" aus­ein­an­der­set­zen.

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