Monate: Juni 2008

berlin 08

nu. ab nach­her bin ich in ber­lin, bei die­sem gran­dio­sen fes­ti­val für poli­tik, par­ti­zi­pa­ti­on und jugend­kul­tur oder so, nähe­res auf­find­bar unter www.du-machst.de, viel­leicht wer­de ich mich von da mal mel­den, denn offi­zi­ell soll es wlan geben. was aber nichts heißt bei mei­nem rech­ner. in die­sem sin­ne ein schö­nes wochen­en­de, viel­leicht sieht man sich ja. dog­MA

skandal im sperrbezirk - wenn die dogma fernsieht

ah, ah, ah. et is unglaub­lich: kaum sehe ich mal fern, pas­siert was. viel­leicht pas­siert auch etwas und ich sehe des­halb fern; ich weiß nicht, was mir lie­ber sein soll. jeden­falls bot es sich heu­te irgend­wie an, mal ein wenig fern zu sehen, als gute deut­sche scheint fuß­ball-em ja pflicht zu sein. em? die grup­pe b (deutsch­land, polen, öster­reich, kroa­ti­en) ist doch mehr ein inner­deut­sches duell, oder nicht (hal­lo, lie­be über­wa­cher, der war bewusst poli­tisch unkor­rekt, war­um bin ich immer noch auf frei­em fuß?)? … naja, als der schrott dann end­lich vor­bei war (irgend­wann is ja auch genug gerannt), kam dann irgend­wann ZAPP, ein medi­en kri­tisch betrach­ten­des maga­zin, wel­ches sonst auf ndr läuft, heu­te aus­nahms­wei­se in der ard.

wenn's doch nur provinzposse sein dürft'

ein blick nach rechts bringt heut­zu­ta­ge aben­teu­er­li­ches zustan­de. und damit mei­ne ich nicht die kam­pa­gne der jun­gen frei­heit über die ver­meint­li­chen grü­nen flag­gen­schän­der, die den weg in die bild fan­den, deren zusam­men­hän­ge julia see­li­ger ein wenig sor­tiert hat. - DAS würd' ich nicht pro­vinz­pos­se nen­nen wol­len und das wäre auch nicht ansatz­wei­se ange­mes­sen. nein, mir geht es viel­mehr um hes­sen. HESSEN. ja, exakt jenes bun­des­land, in wel­chem sich bereits ein gro­ßes dra­ma abge­spielt hat, jenes hes­sen, in dem der­zeit eines der inter­es­san­tes­ten poli­ti­schen expe­ri­men­te statt­fin­det, jenes hes­sen, in dem die spd mit der lin­ken koope­rie­ren kann, ohne dafür nun­mehr ange­fein­det zu wer­den - sie bil­den ja kei­ne regie­rung -, jenes hes­sen, das roland koch los­wer­den woll­te und doch nicht abset­zen konn­te, weil sich die poten­zi­el­len thron­fol­ger in bünd­nis­sen gegen­sei­tig die gefolg­schaft ver­sag­ten und den wäh­ler die­se bünd­nis­se für wich­tig und gül­tig ver­kauf­te.

kooperation - oder einfach nur dreist?

ein wei­te­res klei­nes stein­chen, das dazu bei­trägt, dass ich die waz immer gerin­ger schät­ze. am 28. mai brach­te "Die Welt" einen arti­kel über anna lühr­mann, jüngs­te bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te bis­her (wur­de mit 19 in den bun­des­tag gewählt, will mit 27 nach zwei legis­la­tur­pe­ri­oden aus­schei­den), weil die­se eben ihren abschied ange­kün­digt hat­te. am 30. mai zog die taz mit einem inter­view nach. über­schnei­dun­gen gibt es wört­lich in exakt einem satz: "ich habe von anfang an gesagt, dass ich nur zwei legis­la­tur­pe­ri­oden machen will.", so lühr­mann in bei­den zei­tun­gen.

basslastiges Sonnendogma, sitzend

dog­ma­tisch in der Son­ne sit­zend don­nern von nicht all­zu fern die Bäs­se, die Bäs­se rau­schen und ver­men­gen sich mit dem Echo, dem Echo gefällt, wie es zuneh­mend Tep­pich wird. dog­ma­tisch in den Bäs­sen sit­zend ver­brenn’ ich in der Son­ne, dog­ma­tisch die Bäs­se ver­bren­nend sitzt die Son­ne im Echo. dog­ma­tisch, auto­ma­tisch, auto­kra­tisch, Son­nen­echo, Echo­son­nen, bren­nend sitzt das Dog­ma.