Gesellschaft
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du machst! berlin 08, tag 2

der tag neigt sich dem ende zu, um nicht zu sagen: wir haben schon mor­gen :D … hal­ten wir fest: der tag begann früh und ende­te spät. … hier der für sol­che ver­an­stal­tun­gen seit ges­tern übli­che über­blick: gähn. bib­ber. aah. argh. hm. aha. haha. yeah!

GÄHN. man wacht auf, es ist hell drau­ßen, die vög­lein zwit­schern, man denkt, man könn­te auf­ste­hen, doch VORSICHTSHALBER wirft man einen blick auf die han­dy­uhr. raaah, es ist erst kurz nach vier in der nacht. wei­ter­schla­fen, der wecker hat noch nicht geklin­gelt.

BIBBER. der wecker klingt, es ist hell drau­ßen, die vög­lein zwit­schern, jetzt muss man auf­ste­hen (man könn­te es auch las­sen, aber … nö), nun ist es defi­ni­tiv sie­ben uhr. end­lich (vor­her war man noch zu … ver­näch­tigt?) merkt man, dass es defi­ni­tiv zu kalt ist. aber irgend­wie ist das typisch ber­li­ner fes­ti­val­wet­ter, also nu … der weg zur dusche ist grau­samst: zu hell, zu kalt, zu weit, zu bäh, aber es hilft ja nicht: duschen muss sein. ein­zig posi­tiv: das was­ser ist gut warm (um nicht zu sagen: heiß) und es gibt (noch) kei­ne schlan­gen vor den duschen. eine stun­de spä­ter beträgt allein die war­te­zeit schon eine hal­be stun­de. nach dem duschen kann der tag dann end­lich begin­nen und die ver­span­nun­gen sind irgend­wie weg.

AAH. in aller ruhe schlen­dert man gen fez, bezie­hungs­wei­se: wenn das mensch schon ein tol­les ticket hat, dann soll es auch genutzt wer­den. alles ande­re wäre ver­schwen­de­te dru­cker­tin­te. inso­fern darf man nun erst mit dem buser­satz­ver­kehr nach schö­ne­wei­de fah­ren und dort auf die tram­li­nie 27 wech­seln, um noch vor zehn uhr in der turn­hal­le zum früh­stück anzu­tan­zen. auf dem weg gilt es die taz zu ergat­tern eben­so wie die null­acht (das fes­ti­val­blatt), was kein pro­blem ist, da es davon reich­lich gibt (im gegen­satz zu den t-shirts, man soll­te auch die spon­tan nach­ge­druck­ten hell­grü­nen dort einen schrift­zug set­zen, wo bei den ande­ren "pro­gramm" oder "mit­ma­cher" steht: "fehl­kal­ku­la­ti­on!" -.-), und dann kommt das reich­hal­ti­ge soviel-du-willst-früh­stücks­büf­fet für schlap­pe 3 euro: diver­se bröt­chen, brot, wurst, käse, mar­me­la­de, obst­sa­lat, frisch­obst am stück, müs­li, joghurt, frucht­jo­ghurt, "kaf­fee" und grü­nes gesöff (es soll wohl mal wald­meis­ter ent­hal­ten haben). dazu musik von den son­rops und teils son­der­ba­re dis­kus­si­ons­bei­trä­ge. da ist es fast schon real­sa­ti­re, dass sabi­ne bät­zing, dro­gen­schutz­be­auf­trag­te der bun­des­re­gie­rung beim "brunch" zu den über­mü­de­ten und teils ver­ka­ter­ten anwe­sen­den, die lie­ber essen als mit der band par­ty machen wol­len, ihre auf­war­tung macht. doch sonst: alles palet­ti.

ARGH. um elf uhr der ers­te ter­min: podi­ums­dis­kus­si­on "senkt das wahl­al­ter", eine ver­an­stal­tung vol­ler son­der­ba­rer koali­tio­nen und erkennt­nis­se. ers­tens: die ange­sag­ten cdu- und fdp-ver­tre­ter haben kurz­fris­tig ter­min­pro­ble­me. der platz der uni­on in die­ser run­de bleibt somit frei. die fdp schickt in ver­tre­tung einen herrn von den jun­gen libe­ra­len. der grund ist sim­pel: wo die fdp wahl­al­ter 18 ver­tritt, set­zen sich die julis für wahl­al­ter 16 ein - was die run­de deut­lich homo­ge­ner macht, eben­so wie das fern­blei­ben der uni­on. las­sen wir die dis­kus­si­on als sol­che mal außer acht, gleich­wohl sie inter­es­sant war und durch­aus ein wenig kon­tro­vers geführt wur­de. aber: man hät­te den kon­sens "akti­ves wahl­al­ter 16 auf bun­des­ebe­ne" von allen unter­schrei­ben las­sen kön­nen. gut, die frau vom dbjr hät­te in ihrer erklä­rung ange­fügt, dass sie wahl­al­ter 14 bes­ser fin­det und der mensch von den julis hät­te ange­merkt, dass wahl­al­ter 18 auch sei­ne berech­tig­ten argu­men­te hät­te, aber defi­ni­tiv am her­aus­ste­chends­ten wäre der kom­men­tar des herrn von der spd gewe­sen: zur not ja, gleich­wohl kom­mu­na­le betei­li­gung bes­ser wäre und er las­se sich nicht per­sön­lich von den grü­nen belei­di­gen, nur weil deren ver­tre­ter am ran­de der debat­te, als es auf npd-wäh­ler und ver­meint­li­che jugend­li­che ver­führ­bar­keit kam, fest­stell­te, dass es über­wie­gend über-fünf­zig-jäh­ri­ge sei­en, die der npd ihre stim­me gäben. … rück­bli­ckend betrach­tet: für grü­ne eine erstaun­lich kon­ser­va­ti­ve hal­tung, der dbjr dage­gen rich­tig pro­gres­siv, die julis gut libe­ral, doch den vogel schoss der spd-mann ab. dass der noch nicht bei der cdu ist … (über das wahl­recht sei eine geson­der­te debat­te zu füh­ren, über die ich SPÄTER berich­ten will, nagelt mich drauf fest). nur so am ran­de: es gab befür­wor­ter des wahl­al­ters 0, unter ande­rem mich. hier posi­tiv zu bemer­ken: wir wur­den nicht abge­kan­zelt, son­dern es wur­de wirk­lich dezi­diert, auf­merk­sam und lern­fä­hig auf uns ein­ge­gan­gen. hey, ich wur­de ernst genom­men!

HM. unter die­ses stick­wort fällt das dis­kus­si­ons­ca­fé "demo­kra­tie­pro­ble­me und ihre hei­lungs­chan­cen". wirk­lich kon­kret wur­de nichts, gleich­wohl es inter­es­sant war, aber es schien mehr wie ein per­sön­li­cher erfah­rungs­aus­tausch zu coo­kies und apfel­schor­le. café nen­ne ich das nicht - und so son­der­lich auf's the­ma sind wir auch nicht gekom­men.

AHA. "online mit­mi­schen!? poli­ti­sche par­ti­zi­pa­ti­on im www" hin­ge­gen war höchst inter­es­sant. wir haben ver­schie­de­ne arten von e-par­ti­ci­pa­ti­on betrach­tet, von dol2day bis zum jugend­ser­ver nie­der­sach­sen, stell­ten für uns her­aus, was uns an par­ti­zi­pa­ti­on im inter­net wich­tig ist und kamen so irgend­wie zum schluss, dass gelun­ge­ne par­ti­zi­pa­ti­on im inter­net ver­dammt viel kön­nen muss und dabei sehr ver­schie­de­ne ansät­ze haben kann, von schwer­punkt­mä­ßi­ger infor­ma­ti­on durch fil­me oder mei­nungs­wie­der­ga­be in fil­men über foren, simu­la­tio­nen, ver­net­zung, com­mu­nities und natür­lich auch dis­kus­sio­nen. alles zusam­men … nu, das wäre wohl zu viel ver­langt. mög­li­cher­wei­se, dass da noch was kommt, ich habe mich ver­netzt ^^.

HAHA. zuerst die erkennt­nis, dass ich etwas über­se­hen habe. dar­aus die fol­ge­rung, dass ich kei­ne stadt­füh­rung genie­ßen wer­de und somit resul­tie­rend der plan, die zeit bis zu den kon­zer­ten gemüt­lich in inof­fi­zi­el­len gesprächs­run­den zu ver­brin­gen. es gab lus­ti­ge gesprä­che mit bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten, lus­ti­ge­re fotos mit bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten (die sind und blei­ben pri­vat - außer für herrn schäub­le!) und (über den gan­zen abend ver­teitl) das eine oder ande­re alko­ho­li­sche getränk. nu.

YEAH! das fehl­te noch! pan­teón rococó war gran­di­os, madsen so naja (die waren pünkt­lich fer­tig, beschä­mend, oder) und dann kamen die hel­den. oder auch: wir sind hel­den. das reper­toire reich­te von der "(ode) an die arbeit" bis zu "auré­lie" und "müs­sen nur wol­len" und dazwi­schen gab es anspre­chend, wit­zig-lako­nisch mode­ra­tio­nen, geburts­tags­kin­der und eine neu­vor­stel­lung: die her­ren an der "trom­pe­te" (auch genannt posau­ne oder saxo­phon) als musi­ka­li­sche beglei­ter, gehei­ßen "die pilo­ten". und die krö­nung: frau holo­fer­nes wies dar­auf­hin, dass es nur eine zuga­be geben kön­ne, weil die nach­barn (die hasen!, so ihre wor­te) es nicht anders woll­ten. aber immer­hin: eine zuga­be: "denk­mal", mit band, mit ohne band, a capel­la, aus dem takt, im takt, mit gere­de, mit band und dann bis zum bit­te­ren ende. dass man da spä­ter als im pro­gramm erst fer­tig wird, wer könnt's einem ver­übeln? … was bin ich froh, mei­ne lang­haar­mäh­ne auf­ge­ge­ben zu haben … spä­tes­tens jetzt müss­te sie ab.

ENDE.

damit genug für heu­te - bezie­hungs­wie­se ges­tern. … die nacht wird kurz, der schlaf wird abge­schafft, gute nacht.

ps: ich hab ein blog gefun­den, wo über ber­lin 08 berich­tet. dafür muss ich mich berich­ti­gen: es heißt "ber­lin 08" und nicht "ber­lin '08" … nu.

pps: ande­re blogs, wo über ber­lin 08 berich­ten: ario schreibt über den "bio vs. normalfood"-contest. aber das war es wohl auch. -.- … und das bei angeb­lich 10000 men­schen.

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